08 February 2026, 05:11

Gedenkmarsch in Lünen ehrt Opfer des Nationalsozialismus mit bewegenden Momenten

Ein Denkmal mit Blumenstr"{a}uen, Kerzen und anderen Gegenst"{a}nden vor einer steinernen Wand mit Text und Graffiti, wahrscheinlich im Gedenken an Holocaust-Opfer.

Gedenkmarsch in Lünen ehrt Opfer des Nationalsozialismus mit bewegenden Momenten

Rund 100 Menschen versammelten sich am 27. Januar in Lünen zu einem Gedenkmarsch, der an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollte. Die Veranstaltung stand im Zeichen des bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und führte zu historischen Orten in der Stadt. Musik, Reden und persönliche Erzählungen prägten die würdevollen Momente.

Der Marsch begann auf dem Evangelischen Friedhof an der Kirchhofstraße, wo Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg die Eröffnungsworte sprach. Sie betonte die Bedeutung lokaler Erinnerungskultur und die anhaltende Verantwortung der Gesellschaft, die Verfolgten des NS-Regimes zu ehren.

Die Route führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem zur Viktoriaschule, zum Hauptbahnhof sowie zu mehreren Stolpersteinen. Die Gruppe machte zudem Halt am Holocaust-Mahnmal an der Lippe. An jedem Ort berichteten Vertreter der Initiative Lüner Stolpersteine, des Lünener Stadtmuseums und lokale Guides über historische Zusammenhänge, Lebensgeschichten der Opfer und die Bedeutung der Erinnerungskultur.

Das Lünen-Süd-Blasorchester begleitete den Marsch musikalisch. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Treffen im Gemeindezentrum St. Georg, wo die Organisatoren die hohe Beteiligung lobten. Sie kündigten an, den Gedenkmarsch künftig als festen Bestandteil der Lünener Erinnerungskultur zu etablieren.

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Der Arbeitskreis Lüner Stolpersteine, geleitet von Kathrin Rickermann und Udo Kath, hatte die Veranstaltung koordiniert. Die Initiative setzt sich für die Bewahrung des Gedenkens an lokale Opfer ein – darunter jüdische Bürgerinnen und Bürger – und organisiert Formate wie die Gedenkwanderung.

Der Marsch am 27. Januar brachte Anwohner, Historiker und Musiker zusammen, um sich mit Lünens Vergangenheit auseinanderzusetzen. Die Organisatoren streben nun an, die Veranstaltung zu einer jährlichen Tradition zu machen und so das Engagement der Stadt für die Erinnerung an die NS-Opfer zu stärken. Künftige Ausgaben sollen weiterhin lokale Schicksale und Orte in den Fokus rücken, die mit den Verbrechen des Nationalsozialismus verbunden sind.