Extremmarsch durch den Teutoburger Wald: 70 Kilometer in 36 Stunden ohne Schlaf
Rainer SchäferExtremmarsch durch den Teutoburger Wald: 70 Kilometer in 36 Stunden ohne Schlaf
Reservisten der Bundeswehr stellen sich einer ihrer härtesten Herausforderungen: einem 70-Kilometer-Marsch durch den Teutoburger Wald. Unter dem Namen "Durchbruch-Übung" fordert dieses extrem anspruchsvolle Event die Teilnehmer bis an ihre Grenzen – ohne Schlaf und mit einem strengen Zeitlimit von 36 Stunden.
Der Startschuss fiel mit einer Querung des Dortmund-Ems-Kanals, die ohne Neoprenanzug zu bewältigen war. Unter Aufsicht der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) setzte dieser erste Prüfstein den Ton für den anstrengenden Parcours, der noch folgen sollte.
Im weiteren Verlauf erwarteten die Teams eine Mischung aus körperlichen und taktischen Herausforderungen: Abseilen an Felswänden, ein Biathlon, die Orientierung im dichten Waldgebiet – und das alles, während eine Drohne aus der Luft ihre Bewegungen überwachte. Zudem mussten die Teilnehmer simulierte Einsätze meistern, etwa die Rettung und Wiederbelebung von Verletzten aus Trümmern oder die Kontrolle von Fahrzeugen.
Der Marsch ist nur für die absolut Fittesten konzipiert und verlangt unermüdliche Ausdauer sowie mentale Stärke. Dennoch ist Alter keine Hürde – unter den Teilnehmern befinden sich auch Reservisten Ende 50. Alle müssen die Strecke bis Samstag, 23 Uhr, absolvieren; die Siegerehrung ist für Sonntag geplant.
Die Organisatoren betonen, dass die Übung weit mehr als nur körperliche Fitness abverlangt. Motivation, Belastbarkeit und Charakter werden auf die ultimative Probe gestellt – und das, obwohl sich alle Teilnehmer bereits in Höchstform befinden.
Die "Durchbruch-Übung" endet am Sonntag mit einer feierlichen Siegerehrung. Wer die 70 Kilometer innerhalb von 36 Stunden schafft, hat damit seine körperliche und geistige Zähigkeit unter Beweis gestellt. Die Veranstaltung zählt nach wie vor zu den anspruchsvollsten Herausforderungen für Reservisten der Bundeswehr.






