29 January 2026, 20:05

Ermittlungen gegen Maschinenbauer Köppern wegen mutmaßlicher Russland-Sanktionsverstöße

Ein altes Dokument mit einem roten Stempel, identifiziert als eine von der russischen Regierung ausgegebene Aktie, mit Text darauf.

Umgehen von Russland-Sanktionen? Ermittler durchsuchen Fabrik - Ermittlungen gegen Maschinenbauer Köppern wegen mutmaßlicher Russland-Sanktionsverstöße

Deutsche Behörden ermitteln gegen Maschinenbauer Köppern wegen mutmaßlicher Sanktionverstöße

Die deutschen Strafverfolgungsbehörden haben ein Verfahren gegen die Maschinenfabrik Köppern, einen Maschinenbauer mit Sitz in Nordrhein-Westfalen, eingeleitet. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, gegen EU-Sanktionen verstoßen zu haben, indem es Industriekomponenten exportierte, die möglicherweise nach Russland gelangt sind. Im Rahmen der laufenden Ermittlungen durchsuchten die Behörden am 29. Januar 2026 die Unternehmensstandorte.

Das Zollfahndungsamt Essen führte gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Essen Razzien in den Köppern-Werken in Hattingen sowie in Freiberg (Sachsen) durch. Den Ermittlern zufolge soll das Unternehmen Ausrüstungen an einen Düngemittelhersteller in Zentralasien geliefert haben, die anschließend möglicherweise unter Umgehung der Sanktionen nach Russland weitergeleitet wurden. Der Wert der umstrittenen Lieferungen soll sich auf mehrere Millionen Euro belaufen.

Köppern ist spezialisiert auf Walzenpressen – Maschinen, die in der Düngemittelproduktion weit verbreitet sind. Die Behörden prüfen nun, ob diese Exporte gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen, das die EU-Sanktionen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg durchsetzt. Während der Durchsuchungen gab es keine Festnahmen, und die Ermittler hüllten sich in Schweigen, um den Fortgang der Untersuchungen nicht zu gefährden.

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Das Unternehmen betonte, es arbeite vollumfänglich mit den Behörden zusammen. Bisher gebe es nach eigenen internen Überprüfungen keine Hinweise auf Fehlverhalten, hieß es seitens Köpperns.

Die Ermittlungen dauern an, wobei der Fokus darauf liegt, ob die Exporte des Unternehmens indirekt russische Industrien unterstützt haben. Sollten die Vorwürfe bestätigt werden, drohen Köppern rechtliche Konsequenzen nach EU-Sanktionsrecht. Das Ergebnis des Verfahrens könnte auch Auswirkungen auf die künftige Durchsetzung von Handelsbeschränkungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt haben.