Duisburgs dunkles Erbe: Öffentlicher Vortrag zu NS-Zwangssterilisationen im Februar 2026
Katarzyna WirthDuisburgs dunkles Erbe: Öffentlicher Vortrag zu NS-Zwangssterilisationen im Februar 2026
Öffentlicher Vortrag zu Zwangssterilisationen in der NS-Zeit im Februar in Duisburg
Im Februar nächsten Jahres findet in Duisburg ein öffentlicher Vortrag über Zwangssterilisationen während der NS-Diktatur statt. Im Mittelpunkt steht die Rolle der Stadt bei der Umsetzung des 1933 erlassenen "Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses". Referent ist der Historiker Dr. Bernd Kern von der Universität Duisburg-Essen, der die Veranstaltung am 19. Februar 2026 um 18:15 Uhr leiten wird.
Thema des Abends sind die rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Aspekte der Zwangssterilisationen in Duisburg. Die Teilnehmer erfahren mehr über das am 14. Juli 1933 eingeführte Gesetz und seine Anwendung bis 1949. Statistische Daten und Fallbeispiele veranschaulichen Ausmaß und Folgen dieser Maßnahmen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei. Allerdings ist die Teilnehmerzahl auf 60 Personen begrenzt. Veranstaltungsort ist die DenkStätte im Stadtarchiv Duisburg, Karmelplatz 5, im Innenhafen.
Obwohl die genaue Zahl der Zwangssterilisationen in Duisburg bis heute unbekannt ist, soll der Vortrag das Verständnis für diese Phase der Stadtgeschichte vertiefen. Diskutiert werden auch die beteiligten Verwaltungs- und Medizinbehörden, die an der Umsetzung des Gesetzes mitwirkten.
Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, sich mit einem dunklen Kapitel der lokalen Geschichte auseinanderzusetzen. Sie gibt Einblicke, wie die NS-Politik das Leben in Duisburg prägte. Interessierte können ohne Voranmeldung teilnehmen – die Plätze werden jedoch nach dem Windhundprinzip vergeben.






