Cannabis-Anbauvereine in NRW boomen nach Teillegalisierung im Juli 2024
Rainer SchäferFast 100 Cannabis-Anbau-Vereine genehmigt in NRW - Cannabis-Anbauvereine in NRW boomen nach Teillegalisierung im Juli 2024
Nordrhein-Westfalen verzeichnet Ansturm auf Anträge für Cannabis-Anbauvereine seit Teillegalisierung
Seit Inkrafttreten der teilweisen Legalisierung von Cannabis am 1. Juli 2024 hat Nordrhein-Westfalen einen deutlichen Anstieg an Anträgen für Anbauvereine erlebt. Das bundesweite Gesetz erlaubt es registrierten Vereinen unter strengen Auflagen, Cannabis anzubauen und an Mitglieder zu verteilen. Die regionalen Behörden haben inzwischen Hunderte von Anträgen bearbeitet – mit unterschiedlichen Ergebnissen in den verschiedenen Regierungsbezirken.
Laut aktuellen Zahlen wurden in NRW bisher 97 Cannabis-Anbauvereine genehmigt. Allein in Düsseldorf gingen 53 Anträge ein, von denen 27 bewilligt und sechs später zurückgezogen wurden. Köln verzeichnete 54 Antragstellungen, wovon 25 genehmigt wurden, während 26 noch geprüft werden.
Die Bezirksregierung Arnsberg gab 21 Vereine frei und lehnte einen Antrag ab. In Münster erhielten 13 Vereine die Zulassung, neun Anträge sind noch offen. Detmold bearbeitete 24 Anträge, bewilligte 11 und prüft weiterhin 10. Landesweit werden noch 77 Anträge geprüft.
Eine aktuelle Bewertung der Teillegalisierung zeigt, dass die Maßnahmen bisher kaum Auswirkungen auf den Schwarzmarkt hatten. Gleichzeitig warnte Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vor zunehmenden gesundheitlichen Risiken durch den Cannabiskonsum.
Während die Behörden die ausstehenden Anträge weiter bearbeiten, nimmt das neue System in NRW langsam Gestalt an. Mit bereits 97 lizenzierten Vereinen werden die Behörden in den kommenden Monaten sowohl die Entwicklung des legalen Marktes als auch die Folgen für die öffentliche Gesundheit genau beobachten.






