24 April 2026, 12:36

Bundesregierung plant Kürzungen bei Integrationskursen – Kritik wächst massiv an

Plakat, das Gebührenbefreiungen für über 1.000 Coursera-Kurse für Flüchtlinge ankündigt, mit mehreren Personen im Hintergrund, die Taschen tragen.

Bundesregierung plant Kürzungen bei Integrationskursen – Kritik wächst massiv an

Die Bundesregierung plant Kürzungen bei der Finanzierung von Integrationskursen – eine Maßnahme, die das Programm bis 2026 beenden könnte. Die Entscheidung stößt auf scharfe Kritik von Landesministern und Hilfsorganisationen, die betonen, dass Sprachkenntnisse für Geflüchtete essenziell sind, um Zugang zu Arbeit und Bildung zu erhalten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Nach den aktuellen Regelungen haben vor allem Geflüchtete mit langfristigem Aufenthaltsrecht Vorrang, während viele frühere Teilnehmende von der Förderung ausgeschlossen bleiben. Am Donnerstag forderte Verena Schäffer, Vorsitzende der Integrationsministerkonferenz und Mitglied der Grünen, die Regierung auf, ihre Pläne zurückzunehmen. Sie unterstrich, dass Sprachkompetenz der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration sei und den Zugang zum Arbeitsmarkt sowie zu Bildungsangeboten ermögliche.

Die Minister setzen sich dafür ein, dass Integrationskurse nicht nur für anerkannten Geflüchteten, sondern auch für Schutzsuchende aus der Ukraine, EU-Bürgerinnen und -Bürger sowie Geduldete kostenfrei bleiben. Bisher richtet sich das Programm vor allem an Menschen mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen, um ihnen grundlegende Sprachfähigkeiten zu vermitteln.

Auch Hilfsorganisationen üben scharfe Kritik und bezeichnen die Behauptung der Regierung, Arbeit allein fördere Integration, als "zynisch". Sie warnen, dass die Streichung der Asylverfahrensberatung schutzbedürftige Gruppen wichtiger Unterstützung berauben werde.

Das von Alexander Dobrindt (CSU) geführte Innenministerium verteidigt hingegen die geplanten Kürzungen. Die Landesminister bestehen jedoch darauf, dass unabhängige Beratungsangebote weiter finanziert werden müssen, um faire und effiziente Asylverfahren zu gewährleisten.

Der Streit offenbart die unterschiedlichen Herangehensweisen von Bund und Ländern in der Flüchtlingspolitik. Sollten die Kürzungen umgesetzt werden, könnten Tausende den Zugang zu Sprachkursen und rechtlicher Beratung verlieren. Die Entscheidung wird maßgeblich prägen, wie Deutschland die Integration von Geflüchteten in den kommenden Jahren gestaltet.

Quelle