Bochumer Forscher revolutionieren grüne Wasserstoffproduktion mit Kreislaufwirtschaft
Susanne BachmannBochumer Forscher revolutionieren grüne Wasserstoffproduktion mit Kreislaufwirtschaft
Ruhr-Universität Bochum leitet neues Forschungsprojekt für nachhaltigere Wasserstoffproduktion
Unter dem Namen CircuPEM startet die Ruhr-Universität Bochum ein innovatives Vorhaben, das die Herstellung von Wasserstoff umweltfreundlicher gestalten soll. Im Fokus stehen Protonenaustauschmembran-Elektrolyseure (PEM-Elektrolyseure) – eine Schlüsseltechnologie für grünen Wasserstoff. Ziel ist es, die Abhängigkeit von teuren und knappen Rohstoffen durch Ansätze der Kreislaufwirtschaft zu verringern.
Das Projekt ist Teil des Innovationswettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW, gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Europäischen Union. Rund 2,9 Millionen Euro fließen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in das Vorhaben, das auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt ist.
Zu den Partnern zählen das Heinz Nixdorf Institut (HNI) der Universität Paderborn, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, die Direct Matter GmbH sowie die Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG. Wie Julia Marie Vehmeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am HNI, betont, sind PEM-Elektrolyseure derzeit auf kostspielige und kritische Materialien angewiesen – was Versorgungsrisiken mit sich bringt.
Das Team geht in drei Schritten vor: Zunächst werden Materialströme analysiert, anschließend neue Recyclingverfahren entwickelt und deren Wirksamkeit getestet. Nach der Auswertung sollen Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, um Herstellern den Übergang zu nachhaltigeren Produktionsmethoden zu erleichtern.
CircuPEM könnte die Herstellung und Wiederverwendung von PEM-Elektrolyseuren grundlegend verändern. Durch die Rückgewinnung und Wiederverwertung kritischer Rohstoffe ließen sich nicht nur Kosten senken, sondern auch die Umweltbelastung reduzieren. Die Ergebnisse des Projekts sollen den europäischen Wandel hin zu einer saubereren Wasserstoffproduktion unterstützen.






