Bochum reformiert Taxiregeln: Wie die Stadt gegen Uber & Co. kämpft
Katarzyna WirthBochum reformiert Taxiregeln: Wie die Stadt gegen Uber & Co. kämpft
Bochum überprüft seine Taxivorschriften, um auf die Konkurrenz durch Fahrvermittlungs-Apps wie Uber zu reagieren. Die Stadtverwaltung will die Regeln modernisieren, damit traditionelle Taxis wettbewerbsfähig bleiben. Eine Entscheidung über mögliche Änderungen wird bis zum Spätsommer erwartet.
Im Mittelpunkt der Debatte in Bochum steht die Frage, wie die Preise zwischen Taxis und appbasierten Diensten ausgeglichen werden können. Anders als im benachbarten Essen plant die Stadt voraussichtlich keine Erhöhung des Mindestfahrpreises für Fahrvermittler. Stattdessen haben die Verantwortlichen ein Gutachten in Auftrag gegeben, das ein neues Tarifmodell für Taxis prüfen soll.
Die Bochumer FDP schlägt vor, Taxifahrern mehr Spielraum bei der Preisgestaltung einzuräumen. Ihr Vorschlag sieht unter anderem pauschale Festpreise statt strikt taxametergebundener Tarife vor. Die Stadtverwaltung zeigt sich zwar offen für Anpassungen der Vorschriften, hat bisher jedoch keine konkreten Maßnahmen genannt.
Bisher sind keine Details zu Gegenargumenten traditioneller Taxiunternehmen oder deren Forderungen in den politischen Diskussionen bekannt geworden.
Ziel der Überprüfung in Bochum ist es, den Taxibetrieb zu modernisieren und gleichzeitig seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Fahrvermittlungsdiensten zu sichern. Das Gutachten wird das endgültige Tarifmodell mitgestalten; eine Entscheidung soll vor dem Herbst fallen. Das Ergebnis könnte die Arbeitsweise der Taxis in der Stadt grundlegend verändern.






