Bergisch Gladbach macht Platz: Abriss des alten Industriegeländes beginnt
Susanne BachmannBergisch Gladbach macht Platz: Abriss des alten Industriegeländes beginnt
Die Stadt Bergisch Gladbach hat das ehemalige Industriegelände an der Sander Straße 37–47 übernommen. Das einstige Zentrum für Metallverarbeitung und Logistik stand seit zwei Jahrzehnten größtenteils leer. Nun laufen die Abrissarbeiten, um das Gelände für eine mögliche künftige Nutzung freizumachen.
Bis in die frühen 2000er-Jahre wurde das Areal von Unternehmen wie der Sander GmbH genutzt. Durch den Strukturwandel blieben die Gebäude jedoch ungenutzt zurück und dienten nur noch gelegentlich als Lagerfläche, bis die Stadt es 2025 erwarb. Laut Kaufvertrag ist der Verkäufer für den Rückbau verantwortlich und muss sicherstellen, dass das Gelände kontaminationsfrei ist, bevor die vollständige Kaufsumme gezahlt wird.
Vor Beginn der Arbeiten wurden ein geotechnisches Gutachten und eine statische Bewertung erstellt. Sicherheit hat oberste Priorität: Es werden Hangstabilität, der Schutz angrenzender Grundstücke und die Absicherung der Verkehrsflächen überwacht. Spezialisierte Firmen begleiten den Prozess und passen die Maßnahmen bei neuen Erkenntnissen während des Abrisses an.
Das Gelände fällt unter § 34 des Baugesetzbuchs und ist als unbeplanter Innenbereich eingestuft. Konkrete Pläne gibt es zwar noch nicht, doch die Stadt prüft verschiedene Optionen – darunter den Bau einer Grundschule auf der freigeräumten Fläche.
Erst nach vollständiger Zahlung des Kaufpreises gehen Eigentum und alle damit verbundenen Rechte auf die Stadt über. Der Verkäufer muss ein vollständig geräumtes und sicheres Gelände übergeben. Bei einer neuen Nutzung könnte das Areal lokale Bedürfnisse decken, etwa im Bereich der Bildungsinfrastruktur.






