07 February 2026, 11:16

Bahnhof Löhn wird zum sicheren und lebendigen Treffpunkt umgebaut

Eine Gruppe von Frauen auf einem Zug mit Türen auf beiden Seiten und Lampen oben, dargestellt in Schwarz-Weiß.

Bahnhof Löhn wird zum sicheren und lebendigen Treffpunkt umgebaut

Bahnhof Löhn steht vor umfassendem Umbau für mehr Sicherheit und ein einladenderes Ambiente. Ab Februar 2020 soll der Bahnhof Löhn grundlegend modernisiert werden, um die Sicherheit zu erhöhen und den Aufenthaltsbereich attraktiver zu gestalten. Den Anstoß für das Projekt gaben vor allem Frauen, die sich am Bahnhof – besonders nach Einbruch der Dunkelheit – unsicher fühlen. Bei einer kürzlichen Nightwalk-Veranstaltung wurden ihre Ängste deutlich und der Ruf nach besserer Beleuchtung sowie Videoüberwachung laut. Viele Frauen in Löhn meiden den Bahnhof bereits seit Langem nachts und beschreiben die Atmosphäre beim Warten allein als bedrückend. Während der Nightwalk berichteten Teilnehmerinnen von einem Gefühl der Verletzlichkeit auf den Bahnsteigen. Zwar zeigen Polizeistatistiken, dass die meisten Straftaten am Bahnhof Fahrraddiebstähle und keine Gewaltverbrechen sind – doch das subjektive Sicherheitsgefühl bleibt stark beeinträchtigt. Die lokalen Behörden haben reagiert und eine sogenannte Angstkarte eingeführt, über die Anwohner unsichere Orte melden können. Dieses System, das bereits in Städten wie Hannover, Düsseldorf und Köln erfolgreich eingesetzt wird, hilft dabei, schlecht beleuchtete oder abgelegene Bereiche zu identifizieren, die dringend verbessert werden müssen. Die Version in Minden ermöglicht es Frauen insbesondere, Problemzonen zu markieren, die dann von den Planern auf mögliche Aufwertungen geprüft werden. Zwar waren die Kriminalitätszahlen im Kreis Herford zuletzt leicht angestiegen, inzwischen haben sie sich jedoch wieder auf das Niveau vor der Pandemie normalisiert. Dennoch betonten die Organisatoren der Nightwalk, dass sichtbare Veränderungen nötig seien – etwa mehr Kameras und eine bessere Ausleuchtung der Wege. Die Umbaumaßnahmen sehen zudem die Integration einer Bibliothek und von Veranstaltungsräumen vor, um den Bahnhof belebt zu gestalten und das Gefühl von Isolation zu verringern. Ziel der Neugestaltung ist es, sowohl reale als auch wahrgenommene Sicherheitsprobleme anzugehen. Mit Baubeginn Anfang 2020 liegt der Fokus auf besserer Sichtbarkeit, gemeinschaftlicher Nutzung und Überwachung. Anwohner können weiterhin über die Angstkarte Hinweise geben, um weitere Verbesserungen anzustoßen.

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