19 April 2026, 16:31

Apotheker fordert radikale Entlastung: Bürokratieabbau statt Papierkram

Ein Apothekeregal voller verschiedener Medikamente, darunter Schachteln und andere Gegenstände, die ordentlich auf den Regalen angeordnet sind.

Apotheker fordert radikale Entlastung: Bürokratieabbau statt Papierkram

David Kudlek, Inhaber der Klingelholl-Apotheke in Wuppertal, hat mehrere mutige Vorschläge vorgelegt, um überflüssige Arbeitsbelastungen in Apotheken abzubauen. Seine Ideen zielen auf langjährige Vorschriften ab, die Zeit sparen, Kosten senken und den Arbeitsalltag vereinfachen sollen.

Ein zentraler Punkt Kudleks ist der Verzicht auf Identitätsprüfungen bei Rohstoffen für Rezepturen. Da diese Ausgangsstoffe oft bereits mit einem Analysezertifikat geliefert werden, argumentiert er, dass zusätzliche Tests unnötig Personalstunden und Ressourcen binden. Zudem schlägt er vor, Apotheken vorzertifizierte Inhaltsstoffe ohne weitere Überprüfung verwenden zu lassen.

Eine weitere grundlegende Änderung wäre die vollständige Abschaffung der Temperaturdokumentationspflicht. Kudlek hält diese Regelung für nicht mehr zeitgemäß, da sie wertvollen Stauraum für Aufzeichnungsgeräte blockiert und den Verwaltungsaufwand erhöht. Seine Forderung erstreckt sich auch auf Tierarzneimittel, wo er die aktuelle Dokumentationslast für Apotheker abschaffen möchte.

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Laut Kudlek summieren sich diese einzelnen Pflichten – für sich genommen oft klein – zu einer erheblichen Arbeitsbelastung. Durch ihren Wegfall könnten Apotheken mehr Zeit in die Patientenbetreuung investieren und Ausgaben für die Entsorgung chemischer Abfälle sowie überflüssige Geräte reduzieren.

Falls umgesetzt, würden Kudleks Vorschläge den Apothekenbetrieb straffen, indem doppelte Kontrollen und Bürokratie abgebaut werden. Die Änderungen könnten Personalkapazitäten freisetzen, die Betriebskosten senken und die Umweltbelastung durch Chemikalienabfälle verringern. Seine Empfehlungen warten nun auf die Prüfung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden.

Quelle