Antichristliche Straftaten in NRW erreichen besorgniserregenden Höchststand
Blanka JesselAnti-Christianische Gewalt: Meist deutsche Verdächtige - Antichristliche Straftaten in NRW erreichen besorgniserregenden Höchststand
Nordrhein-Westfalen verzeichnet kontinuierlichen Anstieg antichristlicher Vorfälle
In Nordrhein-Westfalen hat sich in den vergangenen acht Jahren eine stetige Zunahme antichristlicher Vorfälle gezeigt. Zwischen 2017 und 2025 dokumentierten die Behörden 279 Straftaten, die von Feindseligkeit gegenüber dem Christentum geprägt waren. Viele dieser Angriffe richteten sich direkt gegen Kirchen und religiöse Symbole – so gab es Berichte über Vandalenakte wie enthauptete Statuen oder Kot in Weihwasserbecken.
Laut Polizeidaten schwankte die Zahl der jährlich erfassten Delikte zwischen 32 im Jahr 2017 und 45 im Jahr 2025. Trotz dieser Schwankungen zeichnete sich in diesem Zeitraum weder ein klarer Aufwärts- noch ein Abwärtstrend ab. Von den 279 Fällen betrafen rund 1.200 Vorfälle gezielt Schäden an Kirchengebäuden oder sakralen Gegenständen.
Die Ermittlungen führten zu 82 Tatverdächtigen im Zusammenhang mit diesen Straftaten. Sechs Festnahmen erfolgten in diesem Kontext. Fast die Hälfte der Verdächtigen – insgesamt 47 – besaß die deutsche Staatsbürgerschaft.
Als häufigstes Motiv wurde religiöse Ideologie identifiziert, die in 41 Fällen eine Rolle spielte. Es folgten fremde Ideologien mit 18 Vorfällen sowie rechtsextreme Motive in 14 Fällen. Linksextremismus und andere Beweggründe machten die verbleibenden neun Fälle aus. Seit 2017 erfasst die Polizei "antichristliche Feindseligkeit" als Kategorie in der Statistik politisch motivierter Kriminalität – dazu zählen Angriffe auf Personen, Einrichtungen und Objekte.
Die katholische Kirche zeigt sich besorgt über die zunehmende Vandalenwelle und verweist auf Vorfälle wie geschändete Weihwasserbecken und zerstörte Statuen. Mit 279 dokumentierten Straftaten und 82 ermittelten Tatverdächtigen spiegeln die Zahlen die anhaltenden Herausforderungen bei der Bekämpfung religiös motivierter Kriminalität wider. Polizei und Kirchenvertreter beobachten die Entwicklung weiterhin im Rahmen der jährlichen Kriminalitätsberichterstattung.






