AfD-Kundgebung in Münster-Coerde: Gegenprotest übertrifft Rechtspopulisten um das Siebenfache
Blanka JesselAfD-Kundgebung in Münster-Coerde: Gegenprotest übertrifft Rechtspopulisten um das Siebenfache
Rechtsextreme Kundgebung der AfD in Münster-Coerde – Gegenprotest deutlich größer
Am Samstagmorgen fand in Münster-Coerde eine Kundgebung der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) statt. Rund 60 Parteimitglieder und Anhänger versammelten sich, während sich in der Nähe ein deutlich größerer Gegenprotest formierte. Die Polizei hielt die beiden Gruppen während der gesamten Veranstaltung strikt voneinander getrennt.
Die AfD-Kundgebung begann um 10 Uhr auf dem Hamannplatz. Unter den Teilnehmern befand sich auch der Landespressesprecher der Partei. Darunter war Linus, ein 22-jähriger Erzieher aus der Umgebung Münsters, der die Position der AfD in Wirtschaftsfragen und zur Migrationspolitik unterstützt. Er argumentierte, Deutschland solle sich stärker auf innere Probleme konzentrieren, und kritisierte finanzielle Hilfen für die Ukraine und Israel, während ältere Bürgerinnen und Bürger mit Härten zu kämpfen hätten.
Schon ab 9 Uhr hatten sich etwa 450 Gegen示威者 am Hohen Heckenweg versammelt. Organisiert wurde die Demonstration vom Bündnis "Keinen Zentimeter den Nazis" und der lokalen Initiative "Coerde ist bunt". Zu den Teilnehmern gehörte Eve Lyn Gardias, Mitglied der letzteren Gruppe, die sich während des Protests gegen die Politik der AfD äußerte.
In Münster-Coerde hat die AfD in jüngsten Wahlen Zuwächse verzeichnet – ein Trend, der sich bundesweit beobachten lässt. Dennoch bleibt der Stadtteil eine traditionelle Hochburg der SPD, während die Grünen, besonders bei jüngeren und städtischen Wählern, an Zustimmung gewinnen.
Die Polizei sorgte dafür, dass die beiden Demonstrationen räumlich getrennt blieben und es zu keinen direkten Auseinandersetzungen kam. Während die AfD-Veranstaltung nur eine kleine Teilnehmerzahl verzeichnete, war der Gegenprotest deutlich stärker besucht. Die gegensätzliche Mobilisierung spiegelt die sich wandelnde politische Landschaft des Stadtteils wider.






