01 May 2026, 08:39

Willich plant höhere Kita-Gebühren – Eltern und SPD protestieren gegen Belastungen

Schwarzes und weißes Plakat mit dem Text "Jeder zahlt, aber wenige profitieren von Kinderarbeit" mit einer Gruppe von Menschen.

Willich plant höhere Kita-Gebühren – Eltern und SPD protestieren gegen Belastungen

Willich erwägt Gebührenänderungen in der Kinderbetreuung – Eltern protestieren gegen zusätzliche Belastungen

Die Stadt Willich prüft Anpassungen der Kita-Gebühren, die jährlich bis zu 600.000 Euro zusätzliche Einnahmen bringen könnten. Angesichts des Haushaltsdrucks suchen die Verantwortlichen nach neuen Einnahmequellen – darunter die Streichung von Geschwisterrabatten und die Begrenzung von Gebührenerhöhungen. Doch die Pläne stoßen bei Eltern auf scharfe Kritik, die ohnehin schon mit Personalmangel und unerwarteten Schließungen von Einrichtungen zu kämpfen haben.

Die Diskussion um die Kosten für Kinderbetreuung in Willich zieht sich bereits seit Monaten hin, ohne dass eine Lösung in Sicht ist. Eltern klagen seit Langem über unterbesetzte Einrichtungen und kurzfristige Schließungen, was die Frustration weiter anheizt.

Die CDU hat kürzlich vorgeschlagen, die Geschwisterermäßigungen für Kitas, Hortbetreuung und Tagespflege abzuschaffen. Sollte der Plan umgesetzt werden, würde sich Willich damit an Nachbarstädte wie Nettetal und Kempen angleichen, wo Familien für weitere Kinder bereits 50 Prozent des regulären Beitrags zahlen. Zudem soll die jährliche Anpassung der Gebühren auf drei Prozent gedeckelt werden – eine Maßnahme, die weitere 100.000 Euro einbringen soll.

Der Widerstand gegen die Pläne formiert sich jedoch schnell. Die Anratherin Marlene Mendes kritisierte die geplanten Erhöhungen scharf und warf der Stadt vor, Familien unzumutbar zu belasten. Auch der Jugendhilfeausschuss der Elternvertretung (JAEB) lehnte die Änderungen ab und warnte vor höheren Kosten für Eltern.

Unterdessen stellt sich die SPD-Fraktion auf die Seite der Familien und schlägt stattdessen Einsparungen in Höhe von 115.000 Euro für den Haushalt 2026 vor. Der Haupt- und Finanzausschuss hat die Verwaltung nun beauftragt, die Elternbeiträge vor einer Entscheidung noch einmal zu prüfen.

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Insgesamt strebt die Stadt an, durch den Wegfall der Geschwisterermäßigungen 500.000 Euro und durch die Deckelung der Gebührenerhöhungen weitere 100.000 Euro einzunehmen. Doch angesichts des Widerstands von Eltern, dem JAEB und der SPD bleibt die endgültige Entscheidung ungewiss. Die Verwaltung wird die Vorschläge nun bewerten, bevor mögliche Änderungen in Kraft treten.

Quelle