Wie der Kreis Steinfurt globale Wirtschaftskrisen in Chancen verwandelt
Blanka JesselWie der Kreis Steinfurt globale Wirtschaftskrisen in Chancen verwandelt
Rund 70 Führungskräfte aus der Wirtschaft trafen sich im Rahmen des 2026 Business Forums in der Zentrale der Wilken Software Group in Greven. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen globale wirtschaftliche Verschiebungen und die Frage, wie lokale Unternehmen im Kreis Steinfurt ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern können. Zu den Rednern zählten renommierte Wirtschaftswissenschaftler, Finanzexperten und regionale Vertreter.
Eröffnet wurde das Forum mit einem Hauptvortrag von Prof. Dr. Manuel Rupprecht zum Thema "Der globale wirtschaftliche Wandel und der deutsche Mittelstand". Rupprecht analysierte, wie sich die Veränderungen der Weltordnung – insbesondere durch die US-Handelspolitik zwischen 2017 und 2026 – auf die Märkte auswirken. Dabei ging er auf aggressive Zölle ein, wie etwa den im Februar 2026 verkündeten globalen Aufschlag von 15 %, und deren Folgen für europäische Unternehmen.
Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt, betonte, wie stark diese globalen Trends die heimische Wirtschaft prägen. Gleichzeitig verwies er auf Chancen für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in der Region. Gabriela Pantring, Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK, unterstrich dies und forderte mehr Investitionen in Digitalisierung und zukunftsweisende Projekte.
Im weiteren Verlauf stellten Guido Hellmer von der NRW.BANK und Varvara Leinz von der WESt-Unternehmensservice konkrete Fördermöglichkeiten für Unternehmen vor. Sie präsentierten unter anderem den neuen Transformationskredit, der Betrieben helfen soll, sich an die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Thematisiert wurden zudem steigende Verbraucherpreise, Marktinstabilitäten und die Notwendigkeit strategischer Planung in unsicheren Zeiten.
Das Forum bot der Wirtschaft im Kreis Steinfurt wertvolle Einblicke in Finanzierungsmöglichkeiten, Förderprogramme und Strategien zur Bewältigung globaler Herausforderungen. Die Teilnehmer verließen die Veranstaltung mit klareren Vorstellungen zu Fördermitteln und Innovationswegen. Die Organisatoren kündigten an, die Diskussionen in künftigen Formaten weiterzuführen.