15 March 2026, 20:42

Warntag in Lünen: Defekte Sirenen lassen Probealarm scheitern

Eine Gruppe von Menschen geht vor einem Glaswand-Notfallgebäude mit Säulen, einem Namensschild, Hinweistafeln auf Pfählen und einem Mülleimer.

Warntag in Lünen: Defekte Sirenen lassen Probealarm scheitern

Geplanter Warn-Probealarm in Lünen scheitert an defekten Sirenen

Ein für den 12. März geplanter bundesweiter Warntag in Lünen endete mit einem schweren Rückschlag: Die Sirenen der Stadt blieben stumm. Zwar funktionierten die Mobilfunk-Warnungen wie vorgesehen, doch der Ausfall der akustischen Alarmsignale ließ die Bewohner ohne die gewohnten Warnungen zurück. Die Behörden untersuchen nun die Ursache der Panne.

Der Test sollte die Notfallsysteme Lünens prüfen, darunter 28 Sirenen im gesamten Stadtgebiet. Doch keine davon löste während des ersten Alarms oder des späteren Entwarnungssignals aus. Einige Anwohner berichteten, Sirenen gehört zu haben – diese stammten jedoch aus Nachbarstädten, nicht aus Lünen selbst.

Die Warnmeldungen über die Apps NINA und KATWARN sowie das Cell-Broadcast-System erreichten die Handys der Bürger dennoch planmäßig. So wurden die Warnungen trotz des Sirenenausfalls übermittelt. Die Stadt bestätigte inzwischen, dass sie gemeinsam mit dem Kreis Unna die genauen Gründe für den Fehler ermittelt.

Unklar bleibt bisher, wie es um die Wartungshistorie der Sirenen bestellt ist. Die Behörden gaben nicht bekannt, wie viele der 28 Anlagen vor dem Test voll funktionsfähig waren. Die Ermittlungen dauern an; die Öffentlichkeit soll informiert werden, sobald die Ursache geklärt ist.

Der Vorfall wirft Fragen zur Zuverlässigkeit des Lünener Sirenennetzes auf. Bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, müssen sich die Einwohner auf mobile Warnsysteme verlassen. Wann der Fehler behoben wird, steht noch nicht fest.

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