05 April 2026, 02:32

Vodafone Deutschland kämpft mit Verlusten – doch erste Erholung zeichnet sich ab

Balkendiagramm, das den prozentualen Anteil der Kommunikationsdienste im S&P 500 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Vodafone: Die Dinge sehen gut aus - Vodafone Deutschland kämpft mit Verlusten – doch erste Erholung zeichnet sich ab

Vodafone Deutschland durchlebt ein schwieriges Jahr: Verluste im ersten Halbjahr, aber erste Anzeichen der Erholung

Vodafone Deutschland hat ein herausforderndes Jahr hinter sich: Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres meldete das Unternehmen Verluste. Die bereinigten Erträge sanken um 4,3 Prozent auf 2,19 Milliarden Euro, während die Kundenzahlen nach einer wichtigen regulatorischen Änderung stark zurückgingen. Dennoch zeigten sich im jüngsten Quartal in einigen Bereichen erste Anzeichen einer Erholung.

Die Probleme des Konzerns begannen 2023, als Deutschland das sogenannte Nebenkostenprivileg abschaffte – einen langjährigen Vorteil, der Vodafones TV-Dienste gestützt hatte. Bis zum Sommer 2025 war die Zahl der TV-Kunden um etwa 15 Prozent geschrumpft, von 2,8 Millionen auf 2,4 Millionen. Insgesamt verlor Vodafone Millionen Kunden in allen Sparten und zählte zuletzt noch rund neun Millionen.

Auch die Umsätze litten unter der Entwicklung: In mehreren Quartalen 2024 und Anfang 2025 verzeichnete das Unternehmen Rückgänge von über sechs Prozent. Die Zahl der Mobilfunkverträge stagnierte, und die Festnetz-Internet-Nutzer gingen zurück. Doch im jüngsten Quartal gab es leichte Verbesserungen: Die Service-Umsätze stiegen um 0,5 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro, und Vodafone gewann 62.000 TV-Abonnenten zurück.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ein Lichtblick bleibt die Partnerschaft mit dem Konkurrenten 1&1. Mittlerweile nutzen über 11 Millionen Mobilfunkkunden von 1&1 das Netz von Vodafone, was dem Unternehmen zusätzliche Mieteinnahmen bescherte. Dieser Einnahmestrom dürfte weiter wachsen, da immer mehr 1&1-Kunden auf die Infrastruktur von Vodafone umsteigen.

Trotz anhaltendem Druck auf die Finanzkennzahlen deuten die jüngsten Zuwächse bei TV-Abonnements und Service-Umsätzen auf eine mögliche Trendwende hin. Die Kooperation mit 1&1 sichert Vodafone zudem eine stabile Einnahmequelle und mildert so die Verluste durch sinkende Kundenzahlen ab. Konzernchef Marcel de Groot zeigte sich zuversichtlich in Bezug auf künftiges Wachstum – auch wenn der Weg zur vollständigen Erholung noch lang sein könnte.

Quelle