Vier Kinder in verlassenem Haus entdeckt – rechtsextreme Schmierereien erschüttern Rüthen
Susanne BachmannVier Kinder in verlassenem Haus entdeckt – rechtsextreme Schmierereien erschüttern Rüthen
Polizei in Rüthen entdeckt vier Kinder in verlassenem Haus – Verbindung zu rechtsextremer Schmiererei und Sachbeschädigung
Am Freitagnachmittag wurde die Polizei in Rüthen auf ein verlassenes Haus in der Lippstädter Straße aufmerksam. Im Inneren fanden die Beamten vier Kinder im Alter von 11 bis 12 Jahren vor, die sich weigerten, das Gebäude zu verlassen. Der Vorfall steht nun im Zusammenhang mit einem separaten Fall von Vandalismus und Hasskriminalität in der Gegend.
Die Einsatzkräfte trafen kurz vor 15 Uhr ein und befragten die Kinder vor Ort, bevor sie sie wieder entließen. Die Gruppe kehrte später zurück und gab an, ein 13-jähriger Freund habe sie in das Haus geführt. Dieser ältere Junge hatte demnach eine Luftdruckpistole, Sprühdosen und eine Sturmhaube dabei.
Der 13-Jährige wird beschuldigt, mit der Sprühdose beleidigende Parolen an die Wände gesprüht zu haben, darunter Sprüche wie „Nicht gut Juden Nichterlaubt“, „Sieg Hail“, „Hi Hitler“ und weitere abwertende Äußerungen. Die Polizei bestätigte, dass die Schäden diesen Beschreibungen entsprachen.
Zudem soll er alle Fenster des Gebäudes eingeworfen und mit der Luftdruckpistole auf die Fassade geschossen haben. Die Behörden nahmen den Verdächtigen später in Anwesenheit seiner Mutter in Gewahrsam und vernahmen ihn. Er gestand die Taten jedoch nicht vollständig ein.
Die Ermittler prüfen nun, ob dieselben Kinder auch mit einem weiteren Einbruch und einer Schmiererei in der Lippstädter Straße vom 14. März 2025 in Verbindung stehen. Gegen den 13-Jährigen wird wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung sowie der Verwendung rassistischer und beleidigender Sprache ermittelt. Die Polizei sammelt weiterhin Beweise, um das volle Ausmaß seiner Beteiligung zu klären. Die jüngeren Kinder halten sich nicht mehr am Tatort auf.
