20 June 2026, 16:22

RTL in der Krise: Warum Stefan Raabs 90-Millionen-Deal zum Risiko wird

RTL-Stefan-Raab-Dilemma verschärft sich: 'Interner Stimmung ist wegen ihm aufgeheizt'

RTL in der Krise: Warum Stefan Raabs 90-Millionen-Deal zum Risiko wird

Spannungen bei RTL wegen des riskanten Deals mit Stefan Raab

Bei RTL wachsen die Spannungen im Zusammenhang mit dem hochdotierten Vertrag mit Stefan Raab. Der Sender garantierte dessen Produktionsfirma ein Auftragsvolumen von 90 Millionen Euro – doch die Erträge bleiben hinter den Erwartungen zurück. Mitarbeiter äußern Bedenken über die Kosten, während Raabs Formate Mühe haben, stabile Quoten zu halten.

Raabs erste Show, „Hier gewinnst du keine Million“, sorgte zunächst für einen Schub bei den Abonnements des RTL-Streamingdienstes RTL+. Nach sinkenden Zuschauerzahlen wurde das Format jedoch ins lineare Fernsehen verlagert, bevor es schließlich wegen schwacher Quoten – besonders bei jüngeren Zuschauern – eingestellt wurde.

Auch seine zweite Show, „Die Stefan Raab Show“, konnte nicht immer an frühere Erfolge anknüpfen. Inga Leschek, Programmdirektorin von RTL Deutschland, hatte Raabs Comeback als Abonnement-Magnet für RTL+ angekündigt. Später kritisierte sie jedoch das hybride Format von „Hier gewinnst du keine Million“ als schwer vermarktbar für das klassische Fernsehpublikum.

Trotz der durchwachsenen Bilanz betont RTL, mit Raabs Arbeit zufrieden zu sein, und verweist auf die hohe Medienreichweite. Ein Zusammenhang zwischen den hohen Produktionskosten und aktuellen Entlassungen wird vom Sender bestritten. Doch ein RTL-Mitarbeiter beschreibt die Stimmung im Haus als aufgeheizt: Während die Belegschaft zum Sparen gedrängt werde, blieben Raabs Deals weiter lukrativ.

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RTL+ sollte eigentlich eine Säule der Zukunftsstrategie des Senders werden – Streaming gilt als Branchen-Trend. Doch Raabs Formate lieferten bisher uneinheitliche Ergebnisse. Nun gerät die 90-Millionen-Zusage unter Druck, während RTL zwischen Kostensenkung und Investitionen in Star-Talente lavieren muss.

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