13 March 2026, 18:35

Ramadan-Streit an NRW-Schule: Snacks in der Klasse lösen Debatte aus

Eine Gruppe von Menschen steht vor einer Menge, einige klatschen, mit Stühlen, Tischen, Ballons, Vorhängen, einer Wand im Hintergrund und Lampen an der Decke, bei der Eröffnungsfeier einer neuen Schule.

Ramadan-Streit an NRW-Schule: Snacks in der Klasse lösen Debatte aus

Ein Streit unter Zehnjährigen über das Fasten während des Ramadan hat an einer Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen für Aufsehen gesorgt. Der Vorfall begann mit Auseinandersetzungen in einer fünften Klasse darüber, ob Schülerinnen und Schüler Snacks essen dürfen, während einige Mitschüler fasten. Medienberichte deuteten das Geschehen später als Teil einer größeren kulturellen Debatte.

Der Konflikt entzündete sich, als sich Schüler darüber stritten, ob während der Schulzeit gegessen werden dürfe, während muslimische Mitschüler den Ramadan einhielten. Die Bild-Zeitung behauptete, die Schule habe die Kinder angewiesen, sich beim Essen wegzudrehen, um fastende Schüler nicht zu verletzen. Eine offizielle Bestätigung für diese Darstellung gibt es jedoch nicht.

Die Bezirksregierung Düsseldorf stellte klar, dass es keine Vorschrift gibt, die Schüler verpflichtet, das Essen während der Schulzeit zu verbergen oder einzuschränken. Gleichzeitig betonte das Schulministerium von Nordrhein-Westfalen, dass religiöser Druck unter Schülerinnen und Schülern inakzeptabel sei. Zudem wurde die Bedeutung eines respektvollen Miteinanders in Schulen hervorgehoben.

Die Schulleitung bezeichnete die Meinungsverschiedenheit als typischen Kinderkonflikt. Zur Klärung der Angelegenheit fand eine Klassenratssitzung statt, mit dem Ziel, die Spannungen unter den Schülerinnen und Schülern zu entschärfen. Die Schule plant nun weitere Gespräche mit allen Beteiligten, um die Kommunikation zu verbessern und den Streit beizulegen.

Der Vorfall wirft Fragen auf, wie Schulen mit religiösen Unterschieden unter jungen Schülerinnen und Schülern umgehen. Zwar wiesen Behörden Vorwürfe einer erzwungenen Rücksichtnahme zurück, doch die Schule arbeitet weiterhin daran, ein respektvolles Umfeld zu gewährleisten. Eine offizielle Stellungnahme der Schulbehörde Kleve zu den Vorwürfen der Bild liegt bisher nicht vor.

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