Polizeiskandal in Mönchengladbach: Drei Beamte wegen Mobbing und Belästigung suspendiert
Katarzyna WirthPolizeiskandal in Mönchengladbach: Drei Beamte wegen Mobbing und Belästigung suspendiert
In Mönchengladbach ermitteln die Behörden gegen drei hochrangige Polizeibeamte wegen schwerwiegender Vorwürfe des Fehlverhaltens. Die Anschuldigungen umfassen Mobbing, sexualisierte Sprache sowie unangemessenes Verhalten gegenüber Kollegen, das teilweise auch in Führungspositionen hineinreichte.
Die drei Männer, die allesamt leitende Positionen in einer 18-köpfigen Einheit innehatten, wurden Mitte April nach Bekanntwerden der Vorwürfe vorläufig vom Dienst suspendiert. Das mutmaßliche Fehlverhalten erstreckt sich über mehrere Jahre, wobei die Betroffenen zwischen 20 und 40 Jahre alt sind. Der Fall kam zunächst am Polizeipäsidium Mönchengladbach ans Licht und löste eine interne Reaktion von Polizepräsident Stephan Zenker aus.
Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass mehrere Tatverdächtige in die Vorfälle verwickelt sein könnten. Zwar gibt es weitere Vorwürfe gegen andere Beamte derselben Einheit, doch gegen diese wurden bisher keine dienstlichen Maßnahmen ergriffen.
Patrick Schlüter, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), forderte eine lückenlose Aufklärung des Falls. Gleichzeitig betonte er, die Unschuldsvermutung während des gesamten Verfahrens zu wahren.
Die drei suspendierten Beamten bleiben weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Die Behörden prüfen weiterhin die Vorwürfe, zu denen auch grenzüberschreitendes Fehlverhalten und Belästigung am Arbeitsplatz zählen. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden entscheiden, ob weitere disziplinarische oder rechtliche Schritte notwendig sind.






