Photovoltaik-Mythen entlarvt: Was Hausbesitzer wirklich wissen müssen
Blanka JesselPhotovoltaik-Mythen entlarvt: Was Hausbesitzer wirklich wissen müssen
Verbraucherzentrale NRW räumt mit Mythen über Photovoltaik auf
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) hat auf weitverbreitete Fehleinschätzungen zu Photovoltaik(PV)-Anlagen hingewiesen. Viele Haushalte verlassen sich bei der Installation von Solarmodulen auf falsche Ratschläge. Das Zentrum hat nun einen Leitfaden veröffentlicht, der gängige Irrtümer über Dach- und Balkon-Solaranlagen aufklärt.
Laut Verbraucherzentrale kann Solarstrom auch ohne Speicher wirtschaftlich sein – vorausgesetzt, der Eigenverbrauch wird maximiert. Entscheidend seien dabei die Anlagekonfiguration und das Nutzungsverhalten der Haushalte.
Ein nach Osten und Westen ausgerichtetes Dach sei für Privathaushalte oft sogar günstiger als eine reine Südausrichtung. Diese Anordnung ermögliche eine gleichmäßigere Energieverteilung über den Tag und steigere so den Eigenverbrauchsanteil.
Steckerfertige Balkonmodule liefern meist nur 800 Watt – zu wenig, um stromhungrige Geräte wie Kaffeemaschinen zu betreiben, die bis zu 2000 Watt benötigen.
Die Verbraucherzentrale warnt zudem, dass PV-Anlagen mit Batteriespeicher keine vollständige Unabhängigkeit vom Stromnetz garantieren. Echte Energieautarkie erfordere saisonale Speicherlösungen, die für die meisten Einfamilienhäuser derzeit weder praktikabel noch bezahlbar seien.
Die Verbraucherzentrale bietet ausführliche Informationen zu Dach-PV-Anlagen und Stecker-Solargeräten an. Ihr Ratgeber „Photovoltaik“ soll Haushalten helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Die Aufklärung ist Teil einer Initiative, um irreführende Behauptungen über Solarenergie zu korrigieren.
