NRW und Bahn starten Großoffensive gegen Zugverspätungen und Ausfälle
Katarzyna WirthNRW und Bahn starten Großoffensive gegen Zugverspätungen und Ausfälle
Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Bahn haben eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Die Partnerschaft zielt darauf ab, die weit verbreiteten Verspätungen und Zugausfälle im Schienennetz der Region zu bekämpfen. Im vergangenen Jahr kam jeder vierte Zug zu spät an, und jeder sechste fiel komplett aus.
Die Probleme haben mehrere Ursachen: ein Mangel an Lokführern, marode Infrastruktur und überlastete Strecken. Besonders in Ballungsräumen litten die Fahrgäste unter der unzuverlässigen Verbindung.
Um die Situation zu verbessern, wird die Bahn im Februar 2023 mit umfangreichen Bauarbeiten auf der Strecke Köln–Wuppertal–Hagen beginnen. Weitere Projekte sind in den kommenden Jahren für die Abschnitte Hagen–Unna–Hamm, Köln–Bonn–Koblenz sowie Aachen–Köln geplant. Beide Seiten haben sich zudem gemeinsame Ziele gesetzt, darunter die Modernisierung eines Bahnhofs und eine Direktverbindung von Köln nach London.
Im Mittelpunkt der Kooperationsvereinbarung steht die Aufwertung stark frequentierter Strecken in ganz NRW. Die Schieneninfrastruktur des Landes befindet sich derzeit in schlechterem Zustand als in den meisten anderen Regionen Deutschlands und erfordert dringend Sanierungen sowie einen Ausbau.
Mit der gemeinsamen Initiative sollen Pünktlichkeit und Servicequalität schrittweise verbessert werden. Umfassende Modernisierungen und eine bessere Abstimmung sollen Verspätungen und Ausfälle verringern. Die ersten Bauarbeiten starten bereits Anfang nächsten Jahres.
