NRW setzt auf Wasserstoffimporte für die klimaneutrale Industrie der Zukunft
Rainer SchäferNRW setzt auf Wasserstoffimporte für die klimaneutrale Industrie der Zukunft
Ein neuer Bericht der Initiative IN4climate.NRW unterstreicht die Notwendigkeit von Wasserstoffimporten, um den steigenden Bedarf in Nordrhein-Westfalen zu decken. Die Industrien der Region – von energieintensiven Grundstoffherstellern bis zu mittelständischen Unternehmen – werden bis 2045 deutlich mehr klimaneutralen Wasserstoff benötigen, als vor Ort produziert werden kann.
Die Studie sieht Pipelines aus den Niederlanden, der Iberischen Halbinsel oder Skandinavien als effizienteste Transportwege für Wasserstoff. Auch schiffbasierte Importe, insbesondere aus Regionen wie Brasilien, könnten eine Rolle spielen, um das Angebot zu erweitern. Grüner Ammoniak wird als kurzfristige Lösung betrachtet, um Versorgungslücken bei Wasserstoff zu überbrücken.
Die wichtigsten Seehäfen Nordrhein-Westfalens sollen bis 2030 die notwendige Infrastruktur für Importe und Produktion aufbauen. Dies wird den wachsenden Bedarf der Energiewirtschaft und der Industrie decken. Laut Bericht sind die Gesamtkosten der verschiedenen Importwege vergleichbar, was Flexibilität bei der Beschaffung ermöglicht.
Die Region kann sich nicht allein auf die heimische Produktion verlassen, um ihren Wasserstoffbedarf zu decken. Importe über Pipelines oder Schiffe werden unverzichtbar sein. Die geplante Infrastruktur und die Importrouten sollen bis 2045 eine stabile und klimaneutrale Versorgung sichern.
