28 April 2026, 02:32

NRW lehnt pauschale Stallpflicht für Geflügel ab – Ministerin setzt auf Tierwohl und Praktikabilität

Große Gruppe von Hühnern in einem Maschendrahtgehege mit einer Wand und einer Tür im Hintergrund, einschließlich eines Eimers mit Hähnchen auf der rechten Seite.

Kein flächendeckendes Hühnervogelgehege in NRW - NRW lehnt pauschale Stallpflicht für Geflügel ab – Ministerin setzt auf Tierwohl und Praktikabilität

Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen hat Forderungen nach einer pauschalen Stallhaltungspflicht für Geflügel in Nordrhein-Westfalen abgelehnt. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) zunehmend eine bundesweite Regelung fordert. Gorißen betonte, dass Tierwohl und praktische Umsetzbarkeit sorgfältig abgewogen werden müssten, bevor Änderungen vorgenommen würden.

Der ZDG hatte sich dafür ausgesprochen, sämtliches Geflügel in geschlossenen Ställen zu halten, und begründete dies vor allem mit der Krankheitsvorsorge. Gorißen argumentierte jedoch, dass eine plötzliche Umstellung auf reine Stallhaltung für Tiere, die an Auslauf gewöhnt sind, erheblichen Stress bedeuten würde. Zudem warnte sie davor, dass ein Verbot der Freilandhaltung kleinere Betriebe finanziell stark belasten könnte.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium wies darauf hin, dass Entscheidungen zur Tierseuchenbekämpfung in der Verantwortung der einzelnen Bundesländer lägen. Gorißen unterstrich, dass mögliche Stallhaltungspflichten sorgfältig geprüft werden müssten – unter Berücksichtigung der regionalen landwirtschaftlichen Gegebenheiten. Der Tierschutz bleibe ein zentraler Aspekt in den laufenden Diskussionen.

Fürs Erste lehnte die Ministerin Sofortmaßnahmen ab und bestand darauf, dass weitere Bewertungen notwendig seien, bevor neue Einschränkungen eingeführt würden.

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Die Ablehnung einer pauschalen Stallpflicht bedeutet, dass Geflügelhalter in Nordrhein-Westfalen vorerst nach den bestehenden Richtlinien weiterarbeiten können. Gorißens Entscheidung zeigt, wie wichtig es ist, Tierwohl und wirtschaftliche Folgen gegeneinander abzuwägen, bevor Änderungen umgesetzt werden. Die Debatte über bundesweite Standards wird jedoch voraussichtlich anhalten.

Quelle