Neuendorf bleibt DFB-Präsident – einstimmige Wiederwahl für vier weitere Jahre
Rainer SchäferNeuendorf bleibt DFB-Präsident – einstimmige Wiederwahl für vier weitere Jahre
Bernd Neuendorf ist für eine zweite Amtszeit zum Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wiedergewählt worden. Die Abstimmung verlief einstimmig – alle 253 Delegierten unterstützten seine weitere Führung. An seiner Seite setzte sich Silke Sinning in einem knappen Rennen gegen ihre Mitbewerberin Silke Raml mit elf Stimmen Vorsprung durch und wurde zur Vizepräsidentin gewählt.
In Neuendorfs erster Amtszeit gelang es dem DFB, seine finanzielle Situation deutlich zu verbessern. Unter seiner Leitung wurde das seit Jahren bestehende jährliche Defizit von 20 Millionen Euro abgebaut. Nun steht im Plan, die verbleibenden Schulden aus dem Kredit für den DFB-Campus noch vor Ende seiner nächsten Amtszeit zu tilgen.
Der Verband hat sich zudem ehrgeizige Ziele für die Zukunft gesetzt: Bis 2029 sollen Rücklagen in Höhe von 100 Millionen Euro aufgebaut werden, um die langfristige Stabilität zu sichern. Teil der Strategie ist es außerdem, alle Mitgliedsvereine bis 2030 "zukunftsfähig" zu machen – sowohl organisatorisch als auch strukturell.
Die Wahl von Silke Sinning zur Vizepräsidentin wird als Schritt hin zu mehr Demokratie innerhalb des DFB gewertet. Ihr knapper Sieg spiegelt eine Veränderung der internen Dynamik wider. Die Veranstaltung selbst zog hochrangige Gäste an, darunter mehrere Funktionäre der UEFA.
Während der Versammlung wurden Bernard Dietz, Silvia Neid und Doris Fitschen als Ehrenkapitäne der deutschen Nationalmannschaft ausgezeichnet. Die Ehrung stand für die Würdigung des fußballerischen Erbes des Landes.
Mit Neuendorfs Wiederwahl und Sinning an seiner Seite beginnt für den DFB eine neue Führungsphase. Im Mittelpunkt stehen weiterhin finanzielle Konsolidierung, strukturelle Reformen und die Stärkung des Ansehens des Verbandes. Die kommende Amtszeit wird zeigen, ob diese Pläne dem deutschen Fußball nachhaltige Stabilität bringen.






