02 April 2026, 22:32

Münster halbiert Pro-Kopf-Emissionen seit 1990 – doch das CO₂-Budget ist fast aufgebraucht

Liniendiagramm, das die monatliche Solarstromerzeugung in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Münster halbiert Pro-Kopf-Emissionen seit 1990 – doch das CO₂-Budget ist fast aufgebraucht

Münster hat seine Treibhausgasemissionen seit 1990 um 37 Prozent reduziert. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Pro-Kopf-Emissionen heute nur noch etwa halb so hoch sind wie vor drei Jahrzehnten. Neue Daten belegen zudem einen deutlichen Rückgang des CO₂-Ausstoßes allein in den vergangenen zwei Jahren.

2023 und 2024 sanken Münsters CO₂-Emissionen um rund 140.000 Tonnen und erreichten damit 1,65 Millionen Tonnen. Damit liegen die aktuellen Emissionen bei 63 Prozent des Niveaus von 1990. Der Rückgang geht einher mit einem allgemeinen Rückgang des Energieverbrauchs, der nun bei 85 Prozent des Standes von 1990 liegt – ein Minus von vier Prozentpunkten zwischen 2023 und 2024.

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Erneuerbare Energien haben bei dieser Entwicklung eine zentrale Rolle gespielt. Besonders die Solarenergie hat sich rasant ausgeweitet: In den letzten vier Jahren wurde genauso viel Photovoltaik-Kapazität installiert wie in den beiden Jahrzehnten davor. Vor allem Wohngebäude trieben dieses Wachstum voran und erhöhten den Anteil der Erneuerbaren im Münsterschen Strommix auf etwa 24 Prozent.

Trotz der Fortschritte bleiben Herausforderungen. Der deutsche Stromemissionsfaktor stieg 2024 wieder auf das Niveau von 2020 an und bremste so einige der erzielten Erfolge. Zudem ist das verbleibende CO₂-Budget Münsters, um die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, nahezu aufgebraucht.

Die Emissionen der Stadt liegen nun auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Der Ausbau der Solarenergie und der reduzierte Verbrauch haben zu deutlichen Einsparungen geführt. Doch da das 1,5-Grad-CO₂-Budget fast erschöpft ist, werden weitere Reduktionen in den kommenden Jahren entscheidend sein.

Quelle