Moers setzt auf Bürgerbeteiligung – 50 Zufallsbürger entwickeln Demokratie-Ideen
Blanka JesselMoers setzt auf Bürgerbeteiligung – 50 Zufallsbürger entwickeln Demokratie-Ideen
Moers startet Initiative zur Stärkung der Bürgerbeteiligung
Vom 4. bis 7. November erarbeiten über 50 Bürgerinnen und Bürger Vorschläge, um die Demokratie in der Stadt zu stärken. Das Projekt geht auf eine Empfehlung des Moerser Bürgerrats zurück, die der Stadtrat im vergangenen Monat verabschiedet hatte.
Die Stadt hatte 1.500 zufällig ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner eingeladen, sich für die Teilnahme zu bewerben. Besonders angesprochen wurden Menschen, die bisher kaum oder gar nicht politisch aktiv waren. Zwar liegen keine genauen Angaben zur Zusammensetzung der finalen Gruppe vor, doch das Ziel war, eine vielfältige Mischung aus Hintergründen, Altersgruppen und Lebenserfahrungen abzubilden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden mit Unterstützung von Fachleuten ausgewählt. Ihre Aufgabe besteht darin, konkrete Ideen zur Verbesserung der Bürgerbeteiligung in Moers zu entwickeln. Das Vorhaben entsteht in Zusammenarbeit mit der Stadt, dem nexus Institut in Berlin und dem Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung der Bergischen Universität Wuppertal.
Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Bundesprogramms "Lebendige Demokratie!" Die Leitung liegt bei Diana Finkele, Leiterin des kommunalen Bildungsbüros, und der Demokratiebeauftragten Eleni Kremeti, die eng mit der Stadtverwaltung zusammenarbeiten. Bürgermeisterin Julia Zupancic eröffnete die Veranstaltung am 4. November und bezeichnete sie als ein "gelebtem Demokratie"-Beispiel par excellence.
Die in der viertägigen Sitzung erarbeiteten Vorschläge werden dem Stadtrat zur Prüfung vorgelegt. Bei Annahme könnten sie die Art und Weise, wie Moers künftig Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungsprozesse einbindet, grundlegend verändern. Die Initiative markiert einen der ersten Schritte, um die ursprünglichen Empfehlungen des Bürgerrats in die Praxis umzusetzen.






