Markus Lewe tritt nach 16 Jahren als Münsters Oberbürgermeister zurück
Susanne BachmannMarkus Lewe tritt nach 16 Jahren als Münsters Oberbürgermeister zurück
Markus Lewe ist nach 16 Jahren im Amt als Oberbürgermeister von Münster zurückgetreten. Seine letzte Amtszeit endete am 31. Oktober 2025, einen Tag später übernimmt Tilman Fuchs das Amt. Während seiner Amtszeit erlebte die Stadt ein starkes Wachstum, internationale Anerkennung für ihre Umweltpolitik und neue wirtschaftliche Initiativen.
Lewe wurde erstmals am 21. Oktober 2009 zum Oberbürgermeister gewählt. Die Wähler bestätigten ihn 2015 und 2020 erneut im Amt, doch auf eine fünfte Kandidatur verzichtete er im September 2025. Sein Führungsstil war geprägt von dem Bemühen, die Bürgerinnen und Bürger zusammenzubringen und die bürgerliche Teilhabe zu fördern.
Unter seiner Führung stieg die Einwohnerzahl Münsters um etwa 40.000 auf rund 320.000 an. Die Stadt gewann internationale Aufmerksamkeit, unter anderem als Austragungsort des G7-Außenministertreffens 2022. Zudem schloss Münster Städtepartnerschaften und Klimakooperationen mit anderen Kommunen ab.
Besonders in seinen letzten Amtsjahren setzte Lewe Umweltakzente: 2024 erhielt Münster das "EU Mission Label", 2025 folgte die "Gold-Auszeichnung des Europäischen Klimaschutzpreises". Darüber hinaus stand er zweimal dem Deutschen Städtetag vor – von 2018 bis 2019 sowie von 2021 bis 2025.
Kurz vor seinem Ausscheiden begann in Amelsbüren der Bau von Deutschlands erster Batteriezellenfabrik. Das Projekt startete Anfang Oktober 2025 und markiert einen neuen industriellen Aufbruch für die Region.
Ab dem 1. November 2025 führt Tilman Fuchs Münster als neuer Oberbürgermeister. Die Stadt geht mit einer gewachsenen Bevölkerung, gestärkten Klimazielen und einer dynamischen Wirtschaft in diese Übergangsphase. Lewes lange Amtszeit hinterlässt ein Erbe aus urbanem Wachstum und ökologischem Fortschritt.






