Kleinbäuerinnen fordern mehr Klimafinanzierung für globale Ernährungssicherheit
Katarzyna WirthKleinbäuerinnen fordern mehr Klimafinanzierung für globale Ernährungssicherheit
Bauernvertreter aus ganz Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Pazifikraum fordern mehr direkte Investitionen in Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Sie vertreten 95 Millionen Kleinbetriebe und betonen die Dringlichkeit, die Klimaresilienz in ländlichen Gemeinden zu stärken. Ihr Appell kommt zu einer Zeit, in der die Folgen des Klimawandels und schwankende Produktionskosten die globale Ernährungssicherheit bedrohen.
Kleinbäuerinnen und Kleinbauern erzeugen mehr als die Hälfte der weltweiten Nahrungskalorien. Sie sichern den Lebensunterhalt in ländlichen Regionen, sehen sich jedoch zunehmend mit den Herausforderungen des Klimawandels und steigender Kosten konfrontiert. Esther Penunia, Stephen Muchiri und Thomas Patriota wiesen während jüngster Diskussionen auf diese Schwierigkeiten hin.
Die Initiative Forest and Farm Facility (FFF) unterstützt bereits lokal geführte Lösungen, um Lebensgrundlagen und Widerstandsfähigkeit zu stärken. Bauerngetragene Ansätze wie agroökologische und naturverträgliche Landwirtschaft können die Resilienz erhöhen und die Biodiversität fördern. Dennoch erreichen derzeit nur 0,36 Prozent der globalen Klimafinanzierung direkt Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und ihre Organisationen.
Mitglieder des Bündnisses Family Farmers for Climate Action schlagen einen Resilienz- und Ermächtigungsfonds für Bäuerinnen und Bauern vor. Dieser Fonds würde Finanzmittel direkt an Bauernverbände weiterleiten. Sie argumentieren, dass Kleinbäuerinnen und Kleinbauern Partner im Klimaschutz sind – und nicht bloß Empfänger von Hilfsleistungen. Effektivere Klimafinanzierung sei entscheidend, um die globalen Klimaziele zu erreichen und die Ernährungssysteme zu sichern.
Die Unterstützung von Familienbetrieben gilt als entscheidender Schritt hin zu globaler Ernährungssicherheit und nachhaltigen Landschaften. Direkte Investitionen in ihre Organisationen könnten die Widerstandsfähigkeit stärken und zur Erreichung der Klimaziele beitragen. Der Aufruf zur Handlung unterstreicht die dringende Notwendigkeit, die Finanzierungslücke für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zu schließen.
