Kinder bauen in Wuppertal ihre eigene Mini-Stadt mit Demokratie-Regeln
Katarzyna WirthKinder bauen in Wuppertal ihre eigene Mini-Stadt mit Demokratie-Regeln
Eine Gruppe von 100 Kindern zwischen acht und zwölf Jahren hat in Wuppertal ihre eigene Stadt gebaut. Das Projekt, organisiert von der Katholischen jungen Gemeinde (KjG), vermittelt ihnen auf praktische Weise Grundlagen von Demokratie und städtischem Zusammenleben. Über mehrere Tage hinweg haben die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Rollen übernommen, Gesetze beschlossen und sogar mit speziellen Führerscheinen Tretautos gesteuert.
Die Kinderstadt funktioniert wie eine echte Stadt – mit Behörden, Unternehmen und Verkehrsregeln. Ampeln und Verkehrsschilder sorgen für Ordnung im Straßenverkehr, während die von den jungen Bürgerinnen und Bürgern beschlossenen Gesetze den Ablauf regeln. Entscheidungen, etwa über Steuererleichterungen, werden per Abstimmung getroffen und geben den Kindern so einen Einblick in direkte Demokratie.
Um ein Tretauto fahren zu dürfen, muss jedes Kind zunächst einen Führerschein erwerben – das erhöht den Realitätsbezug. Den Abschluss bildet ein „Staatsempfang“, bei dem lokale Politikerinnen und Politiker die Arbeit der Kinder besichtigen. Über das Projekt wird zudem in den Bergischen Landesnachrichten am 24. Oktober 2025 um 19:30 Uhr berichtet.
Die Initiative bietet den Kindern praktische Lektionen in Mitbestimmung und Teamarbeit. Durch das Entwerfen von Gesetzen, Abstimmungen und das Verwalten einer Stadt lernen sie, wie Demokratie den Alltag prägt. Der Erfolg des Projekts wird besonders deutlich, wenn erwachsene Amtsträger die Stadt vor der Abschlussveranstaltung besuchen.






