John Eliot Gardiner: Neuer Eklat beim Bach-Festival löst Debatte aus
Katarzyna WirthJohn Eliot Gardiner: Neuer Eklat beim Bach-Festival löst Debatte aus
Dirigent John Eliot Gardiner steht erneut in der Kritik
Der renommierte klassische Dirigent John Eliot Gardiner sieht sich einmal mehr mit Vorwürfen wegen seines Verhaltens konfrontiert. Ein jüngster Vorfall beim Bach-Festival hat die Debatte über seine früheren Handlungen neu entfacht. Beobachter stellen infrage, ob er sich tatsächlich gebessert hat.
Während des Schlussapplauses beim Festival steckte Gardiner einer Mitarbeiterin eine Papierrolle in das Hemd. Die Frau schien den Vorgang zunächst abzuwehren. Später gab Gardiner an, von ihrer Reaktion überrascht gewesen zu sein – er habe die Rolle lediglich hinter ihre Kette schieben wollen.
Er betonte, nicht der Meinung zu sein, etwas Falsches getan zu haben. Dies folgt auf eine frühere Entschuldigung, nachdem er beschuldigt worden war, einen Bassisten in Frankreich hinter der Bühne geohrfeigt zu haben. Eine Auswertung des aktuellen Vorfalls lässt offen, ob Gardiner aus früheren Fehlern gelernt hat.
Der Monteverdi-Chor hatte nach früheren Kontroversen die Zusammenarbeit mit ihm abgebrochen. Daraufhin gründete Gardiner das Constellation Ensemble. Er räumte ein, dass sich die gesellschaftlichen Maßstäbe für unangemessenes Verhalten gewandelt hätten und er heute stärker unter Beobachtung stehe.
Trotz der wiederholten Vorfälle wurde Gardiner in der klassischen Musikszene oft verziehen und weiterbeschäftigt. Seine jüngsten Handlungen lenken nun erneut den Fokus auf sein Verhalten. Die Folgen dieser Vorfälle bleiben Gegenstand öffentlicher und fachlicher Diskussion.
