Guadalajara-Filmfestival endet mit Stars, Preisen und 350.000-Dollar-Überraschung
Susanne BachmannGuadalajara-Filmfestival endet mit Stars, Preisen und 350.000-Dollar-Überraschung
Das 41. Filmfestival von Guadalajara endet mit hochkarätigen Preisen und Ehrungen
Das 41. Filmfestival von Guadalajara (FICG) ist mit einer Reihe prominenter Auszeichnungen und Würdigungen zu Ende gegangen. Mehrere iberoamerikanische Produktionen standen im Mittelpunkt und erhielten Spitzenpreise in verschiedenen Kategorien. Zudem ehrte die Veranstaltung Branchenvertreter für ihre Verdienste um den Film.
Juan Pablo Sallatos Roter Hangar (Red Hangar) dominierte den iberoamerikanischen Wettbewerb und gewann in jeder Kategorie, für die der Film nominiert war. Auch das Ensemble des Films wurde ausgezeichnet: Nicolás Zárate teilte sich den Preis für die Beste Darstellung mit María Magdalena Sanizo, die für Die Tochter des Kondors (The Condor Daughter) geehrt wurde.
Im Rahmen des Premio Mezcal sicherte sich Querida Fátima gleich drei Hauptpreise: Bester Film, Beste Regie sowie den Publikumspreis. Die kolumbianisch-französische Koproduktion Name und Nachname (Name and Surname) erhielt unterdessen die höchste Dotierung des Festivals – einen mit 350.000 US-Dollar dotierten Preis der Produktionsfirma BDC Prods.
Weitere Höhepunkte: Die argentinisch-spanische Koproduktion Armer Daniel (Poor Daniel) gewann fünf Auszeichnungen im Rahmen von Guadalajara Construye. Auch das Drama Der Flüsterer (The Whisperer) überzeugte und erhielt zwei wichtige Preise beim 22. Koproduktionstreffen. Die chilenische Regisseurin Maite Alberdi beschloss das Festival mit einer Sonderaufführung ihres Films Ein eigenes Kind (A Child of My Own).
Das Festival würdigte zudem führende Persönlichkeiten der Branche. Elena Vilardell wurde für ihre Arbeit zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den iberoamerikanischen Ländern geehrt. Darren Aronofsky erhielt eine Internationale Hommage. Darüber hinaus präsentierten elf iberoamerikanische Filmfestivals auf dem FICG die Initiative Iberfest, die die Zusammenarbeit zwischen den Festivals verbessern soll.
Das Filmfestival von Guadalajara unterstrich einmal mehr die Stärke des iberoamerikanischen Kinos. Die prämierten Filme und ausgezeichneten Filmschaffenden gehen mit neuer Anerkennung und finanzieller Unterstützung in die Zukunft. Initiativen wie Iberfest werden die Vernetzung der regionalen Filmbranche weiter vorantreiben.






