25 March 2026, 14:34

Großrazzia gegen Schwarzarbeit erschüttert Logistikbranche im Ruhrgebiet

Plakat mit der Aufschrift "Operation Double Trouble: US-Geldkurier" zeigt eine Karte der USA, die in zwei Abschnitte unterteilt ist, einen für die Routen der Geldkurier und einen für die Standorte der Transportunternehmen, mit fetter schwarzer Schrift auf weißem Rand.

Großrazzia gegen Schwarzarbeit erschüttert Logistikbranche im Ruhrgebiet

Großrazzia gegen Schwarzarbeit im Ruhrgebiet

In Nordrhein-Westfalens Ruhrgebiet hat es eine großangelegte Razzia gegen illegale Beschäftigung gegeben. Die Behörden durchsuchten am 24. März 2026 insgesamt 37 Objekte und nahmen dabei einen Logistik-Dienstleister ins Visier, der im Verdacht steht, organisierten Steuerbetrug und illegale Beschäftigungspraktiken zu betreiben. Im Zusammenhang mit der Aktion wurden drei Personen festgenommen.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein Logistikunternehmen, das mutmaßlich Kurierfahrer in bar bezahlte, dabei aber Sozialabgaben und Steuern umging. Die Zentrale Anlaufstelle zur Verfolgung von Wirtschafts- und Finanzkriminalität (ZeFin NRW) leitete den Einsatz, unterstützt von Zollbeamten, dem Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW), der Bundespolizei und einer Spezialeinheit des Zolls.

Die Durchsuchungen betrafen sowohl Wohnungen als auch Geschäftsräume. Die Ermittler beschlagnahmten umfangreiches Beweismaterial. Im Rahmen der Vermögenssicherung wurden über 174.000 Euro in bar sowie sechs elektrische Lastenräder sichergestellt oder eingezogen. Die Behörden werten nun die beschlagnahmten Dokumente und digitalen Daten aus, wobei Details aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht bekannt gegeben werden.

Der Fall reiht sich ein in eine Serie von Fällen illegaler Beschäftigung in Deutschland, insbesondere in den Branchen Transport, Baugewerbe und Gastronomie. In den vergangenen Jahren gab es ähnliche Großrazzien, etwa gegen Nagelstudios in NRW (2023–2025), Fleischverarbeitungsbetriebe in Niedersachsen (2024) und Reinigungsfirmen in Bayern (2022–2024). Das Bundesarbeitsministerium schätzt, dass bundesweit 1 bis 2 Millionen Jobs in der Schattenwirtschaft existieren.

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Bei den Razzien wurden drei Personen festgenommen: ein 39-jähriger Hauptverdächtiger, ein 29-jähriger Mann und eine 26-jährige Frau. Die Ermittlungen laufen weiter, während die Behörden das beschlagnahmte Material nach weiteren Beweisen durchsuchen. Bei einer Verurteilung drohen den Beteiligten Anklagen wegen organisierter Steuerhinterziehung und der Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Quelle