Frau täuscht eigene Entführung vor – und erpresst Ehemann um 5.000 Euro
Susanne BachmannProzess: Frau simuliert eigene Entführung beim Ehemann - Frau täuscht eigene Entführung vor – und erpresst Ehemann um 5.000 Euro
Eine Frau, die ihre eigene Entführung vorgetäuscht hatte, um von ihrem Ehemann Geld zu erpressen, ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der Fall wurde vor dem Landgericht Köln verhandelt, wo die Angeklagte gestand, die Straftat inszeniert zu haben, während sie mit Schulden und Depressionen kämpfte. Ihr ausgeklügelter Plan umfasste Drohungen und eine scheinbare Befreiung in der Nähe des Kölner Doms.
Der Vorfall begann, als der Ehemann der Frau WhatsApp-Nachrichten erhielt, in denen behauptet wurde, sie sei entführt worden. Die Absender forderten ihn auf, 5.000 Euro auf ein Konto zu überweisen, und warnten, dass das Leben seiner Frau in Gefahr sei. Aus Sorge um ihre Sicherheit kam er der Forderung nach.
Die Polizei leitete umfangreiche Ermittlungen ein, überwachte Telefonverbindungen und führte eine groß angelegte Suche durch. Beamte fanden die Frau später in der Nähe des Kölner Doms, wo sie ihre vermeintliche "Freilassung" inszeniert hatte. Die Ermittler wurden misstrauisch, als sie fast 5.000 Euro in ihrem Besitz entdeckten.
Während des Prozesses räumte die Frau die Vorwürfe ein und erklärte, ihre Handlungen seien durch 20.000 Euro Schulden, eine Spiel- und Kaufsucht sowie schwere Depressionen motiviert gewesen. Das Gericht verurteilte sie schließlich zu einer 14-monatigen Bewährungsstrafe wegen Erpressung durch Drohung und Vortäuschung einer Straftat.
Die Bewährungsstrafe spiegelt die Berücksichtigung ihrer psychischen Probleme und finanziellen Schwierigkeiten durch das Gericht wider. Der Fall zeigt die Konsequenzen auf, die extreme Maßnahmen unter persönlichem Druck nach sich ziehen können. Weitere rechtliche Schritte wurden bisher nicht angekündigt.






