19 June 2026, 14:26

Forschungsprojekt untersucht, wie die 15-Minuten-Stadt den Güterverkehr revolutioniert

Klimaschutz: Kann das 15-Minuten-Stadt-Konzept umgesetzt werden?

Forschungsprojekt untersucht, wie die 15-Minuten-Stadt den Güterverkehr revolutioniert

Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie städtische Planung den Güterverkehrsbedarf beeinflusst. Unter der Leitung der Bergischen Universität Wuppertal konzentriert sich die Studie auf das Konzept der 15-Minuten-Stadt, um nachhaltigen Transport zu fördern. Ziel der Initiative ist es, zu verstehen, wie lokale Dienstleistungen und Merkmale von Stadtteilen die Lieferbedürfnisse prägen.

Das POTUS-Projekt, koordiniert vom Lehrstuhl für Güterverkehrsplanung und Transportlogistik, erforscht den Zusammenhang zwischen Nachbarschaftsstrukturen und Liefernachfrage. Die Wissenschaftler:innen analysieren Faktoren wie eine hohe Konzentration junger Bewohner:innen und deren Auswirkungen auf den Güterverkehr. Ziel ist es, zu ermitteln, wo und warum die Transportaktivität besonders stark zunimmt.

Das Projekt untersucht zudem, wie Daten aus verschiedenen europäischen Ländern verglichen und für eine bessere Steuerung des städtischen Güterverkehrs genutzt werden können. Beteiligt sind Partner aus Österreich, Schweden, Frankreich, Italien sowie deutsche Städte wie Düsseldorf und Wiesbaden. Eine große Herausforderung ist das Fehlen einheitlicher Datengrundlagen, was eine zielgenaue Verkehrsplanung erschwert.

Mit rund 1,4 Millionen Euro aus dem europäischen Programm Driving Urban Transitions und nationalen Quellen gefördert, wird die Studie die Machbarkeit lokaler Lieferketten und kurzer Wege in Städten bewerten. Das 15-Minuten-Stadt-Konzept, das Alltagsbedürfnisse innerhalb von 15 Geh- oder Fahrradminuten erreichbar machen soll, dient als Grundlage für die Forschung.

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Die Ergebnisse könnten Städten helfen, klimafreundlichere urbanen Räume zu gestalten. Durch die Schließung von Datenlücken und ein besseres Verständnis der Güterverkehrsnachfrage können Planer:innen effektivere Verkehrsstrategien entwickeln. Die Projekterkenntnisse könnten die breitere Umsetzung des 15-Minuten-Stadt-Modells in Europa vorantreiben.

Quelle