13 March 2026, 18:34

Ford streicht fast 1.000 Jobs – Elektroauto-Krise trifft Kölner Werk hart

Ein Plakat mit einem Auto und Text, der einen Steuerrabatt von bis zu 7.500 USD für den Kauf eines neuen oder gebrauchten Elektrofahrzeugs in 2023 ankündigt.

Bogeyman der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford streicht fast 1.000 Jobs – Elektroauto-Krise trifft Kölner Werk hart

Ford hat zu Beginn dieses Jahres fast 1.000 Stellen gestrichen, da die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen nachlässt. Die Kürzungen sind Teil einer umfassenden Kostensenkungsstrategie, mit der die Rentabilität von Ford Deutschland wiederhergestellt werden soll. Besonders betroffen ist das Werk in Köln, wo die Mitarbeiterzahl seit 2019 stark gesunken ist.

Noch im Jahr 2019 beschäftigte das Kölner Werk 18.000 Mitarbeiter. Heute sind es nur noch etwa 10.500. Insgesamt wurden 2.900 Stellen abgebaut – davon entschieden sich 2.100 Mitarbeiter für ein freiwilliges Ausscheiden, während weitere 800 Arbeitsplätze an externe Investoren übertragen wurden. Nach den jüngsten Kürzungen werden am Standort weniger als 9.000 Beschäftigte verbleiben.

Ford konnte Zwangsentlassungen vermeiden, indem das Unternehmen seine Ziele durch freiwillige Abgänge erreichte. Zudem führt das Unternehmen Gespräche mit potenziellen Investoren für drei Bereiche des Werks, darunter den Werkzeugbau und den Druckguss. Bis März 2026 laufen die Verhandlungen noch, allerdings wurden bisher weder konkrete Käufer noch Zahlen bestätigt.

Die Stellenstreichungen sind Teil von Fords übergeordneter Strategie zur Kostensenkung. Die schwachen Absatzzahlen bei Elektrofahrzeugen haben den Druck erhöht und das Unternehmen dazu veranlasst, seine deutschen Geschäftsbereiche zu straffen.

Die Kürzungen werden das Kölner Werk auf die kleinste Belegschaft seit Jahren schrumpfen lassen. Mit diesen Maßnahmen strebt Ford an, seine deutschen Aktivitäten wieder profitabel zu gestalten. Weitere Änderungen könnten folgen, sobald die Investorengespräche in den kommenden Monaten voranschreiten.

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