Europas größtes Second-Life-Batteriewerk eröffnet in Aachen innovativen Energiespeicher-Standort
Susanne BachmannEuropas größtes Second-Life-Batteriewerk eröffnet in Aachen innovativen Energiespeicher-Standort
Voltfang hat in Aachen Europas größtes Werk für Second-Life-Batteriespeichersysteme eröffnet. Das Unternehmen verarbeitet gebrauchte E-Auto-Batterien zu großskaligen Energiespeicherlösungen um. Die neue Produktionsstätte markiert einen bedeutenden Schritt zur Erweiterung der Kapazitäten.
Die Fabrik befindet sich im TRIWO Technopark und nutzt 6.000 Quadratmeter Fläche, die zuvor von Next.e.GO genutzt wurden. Die Anlage lässt sich so ausbauen, dass Speichersysteme mit einer jährlichen Kapazität von 1 Gigawattstunde (GWh) produziert werden können. 2023 stellte Voltfang Speicherkapazitäten von 5 Megawattstunden (MWh) her – eine Zahl, die das Unternehmen bis 2024 auf 20 MWh vervierfachte.
Bis 2026 strebt Voltfang eine Speicherkapazität von 250 MWh an. Zudem sicherte sich das Unternehmen in einer Series-B-Finanzierungsrunde unter Führung von Forward.One über 15 Millionen Euro. Darüber hinaus entwickelt Voltfang sein Venma-Energiemanagementsystem weiter und stattet es mit KI-Funktionen aus.
Trotz der Fortschritte räumt Voltfang ein, dass der Aufbau einer unabhängigen und widerstandsfähigen Batterieindustrie in Deutschland und Europa ein anspruchsvolles Ziel bleibt. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme schätzt, dass Deutschland bis 2030 Speicherkapazitäten von 100 GWh und bis 2045 sogar 180 GWh benötigen wird.
Die neue Fabrik festigt Voltfangs Position auf dem Markt für Second-Life-Batterien. Die Expansion fällt mit der wachsenden Nachfrage nach Energiespeicherlösungen in ganz Europa zusammen. Das Unternehmen treibt weiterhin seine Technologie und Produktionskapazitäten voran, um künftigen Anforderungen gerecht zu werden.
