Deutschlandticket wird teurer – doch die Kunden bleiben treu trotz 58 Euro
Blanka JesselDeutschlandticket wird teurer – doch die Kunden bleiben treu trotz 58 Euro
Deutschlandticket kostet seit Januar 2025 58 Euro – trotz Preisanstieg bleibt die Nachfrage stabil
Seit dem 1. Januar 2025 kostet das bundesweite Deutschlandticket 58 Euro im Monat – eine Erhöhung um 18 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Preis von 49 Euro. Trotz des deutlichen Anstiegs ist jedoch kein spürbarer Rückgang der Abonnements zu verzeichnen. Das Ticket bleibt eine beliebte Option für unbegrenzte Fahrten mit Regionalbussen und -zügen in ganz Deutschland.
Die Preisanpassung erfolgte, obwohl Umfragen zuvor eine große Sorge in der Bevölkerung über die Kosten des Tickets gezeigt hatten. Dennoch gab es keine nennenswerte Kündigungswelle. Im Gegenteil: Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in Nordrhein-Westfalen verzeichnete nach der Erhöhung sogar einen neuen Höchststand bei den Abonnements.
Auch andere Verkehrsverbünde passten ihre Tarife an. Der Westfalentarif hatte die Preise bereits im August 2024 im Schnitt um 6,25 Prozent erhöht, ließ sie zum Jahresbeginn 2025 jedoch unverändert. Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg und der Aachener Verkehrsverbund zogen nach dem VRR nach und erhöhten ihre Tarife um 5,9 beziehungsweise 5,75 Prozent.
Im Rahmen umfassender Tarifreformen strich der VRR im März 2025 fünf Ticketarten und reduzierte die Tarifzonen. Das Deutschlandticket selbst funktioniert als monatliches Abo, das Nutzer:innen jederzeit kündigen können. Es gilt in allen Regionalbussen und -zügen, nicht jedoch im Fernverkehr.
Der Preis des Deutschlandtickets liegt nun bei 58 Euro pro Monat. Die Abonnentenzahlen bleiben stabil, in einigen Regionen gibt es sogar Zuwächse. Das Ticket ermöglicht weiterhin unbegrenzte Fahrten im gesamten regionalen Nahverkehr Deutschlands.
