Deutsche Krankenhäuser kämpfen um Überleben – Proteste gegen Finanzkrise eskalieren
Susanne BachmannDeutsche Krankenhäuser kämpfen um Überleben – Proteste gegen Finanzkrise eskalieren
Krankenhäuser in ganz Deutschland stecken in einer schweren Finanzkrise – viele arbeiten mit Verlusten. Bei einer aktuellen Protestaktion der GFO-Kliniken Rhein-Berg und anderer Einrichtungen wurde die Dringlichkeit der Lage unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung“ deutlich.
Rund 80 Prozent der deutschen Krankenhäuser schreiben derzeit rote Zahlen. Fast ein Drittel droht bei weiteren Kürzungen die Insolvenz. Besonders betroffen wären gemeinnützige Häuser, die bereits ohne öffentliche Förderung oder Rücklagen auskommen müssen – sie träfen die geplanten Einsparungen am härtesten.
Die GFO-Kliniken Rhein-Berg beteiligten sich an den bundesweiten Protesten, um die Folgen weiterer Kürzungen zu veranschaulichen. Mitarbeiter verengten symbolisch die Zugänge zu den Kliniken, um mögliche Versorgungslücken für Patienten zu verdeutlichen. Die Aktion unterstützte zudem die Petition „Licht aus für die Krankenhäuser“, die eine faire und nachhaltige Finanzierung des Gesundheitswesens fordert.
Zwar befürworten die GFO-Kliniken Rhein-Berg eine Reform des Krankenhaussystems, betonen jedoch, dass eine verlässliche und ausreichende Finanzierung gesichert sein muss. Ohne diese drohten dem Verbund zufolge erhebliche Einschränkungen bei der Patientenversorgung. Ziel des Protests war es, die Politik zum Handeln zu bewegen, um die Finanzierungslücke zu schließen. Ohne Kurskorrekturen könnten viele Häuser kaum noch grundlegende Leistungen aufrechterhalten. Die Petition und die Demonstrationen zeigen: Der Druck auf eine stabile Finanzierung des Sektors wächst.
