20 June 2026, 00:28

Buschfeld in Solingen: Wohnbaufläche wird zur Agrarzone – Streit um Stadtentwicklung

FDP: Regionalrat lehnt künftige Siedlungsentwicklung im Buschfeld-Gebiet ab

Buschfeld in Solingen: Wohnbaufläche wird zur Agrarzone – Streit um Stadtentwicklung

Das Gebiet Buschfeld in Solingen soll seinen Status als potenzielles Wohnbau-Reservegebiet verlieren. Der Planungsausschuss des Düsseldorfer Landesentwicklungsplans hat empfohlen, die Fläche umzuwidmen – künftig soll sie als Freifläche und landwirtschaftliche Nutzfläche ausgewiesen werden. Diese Entscheidung hat eine Debatte über die Bodenpolitik der Stadt entfacht.

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Solingen steht vor strengen Planungsvorgaben und einer schwierigen Topografie, die ohnehin schon die Möglichkeiten für städtische Expansion einschränken. Das Buschfeld-Gebiet ist damit zu einem zentralen Streitpunkt im größeren Konflikt um die künftige Landnutzung geworden.

Der Vorschlag des Planungsausschusses fand breite Zustimmung. Die Fraktion von FDP/Freie Wähler sowie ein SPD-Mitglied stimmten jedoch dagegen. Sowohl die Industrie- und Handelskammer Niederrhein als auch die Handwerkskammer Düsseldorf hatten sich zuvor gegen die Umwidmung ausgesprochen.

Befürworter argumentieren, die Neuklassifizierung schütze Freiflächen und Ackerland. Gegner – darunter die FDP/Freie-Wähler-Fraktion – werfen der Entscheidung vor, sie beschneide Solingens Entwicklungschancen. Sie fordern weiterhin Flexibilität bei Wohnungsbau, Gewerbeansiedlungen und Infrastrukturprojekten.

Die endgültige Entscheidung über die Umwidmung liegt nun beim vollen Regionalrat. Wird der Beschluss gebilligt, entfällt die Ausweisung des Buschfeld-Gebiets als Wohnfläche. Das Ergebnis wird Solingens Umgang mit Flächenpolitik und Stadtentwicklung auf Jahre hinaus prägen.

Quelle