Bundeswehr startet großangelegte Militärübung auf ehemaligem NATO-Gelände in Mönchengladbach
Katarzyna WirthBundeswehr startet großangelegte Militärübung auf ehemaligem NATO-Gelände in Mönchengladbach
Großangelegte Militärübung startet diesen Freitag auf dem Gelände des ehemaligen Joint Headquarters in Mönchengladbach
Ab diesem Freitag findet auf dem Gelände des früheren Joint Headquarters (JHQ) in Mönchengladbach eine groß angelegte Militärübung statt. Die einstige Schlüsselliegenschaft der britischen Streitkräfte und der NATO dient heute als Übungsgelände für die Bundeswehr und andere Einheiten. Anwohner müssen mit Lärm rechnen, doch die Behörden versichern, dass keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit besteht.
Das Landeskommando Nordrhein-Westfalen der Bundeswehr leitet die eine Woche dauernde Übung, an der rund 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen beteiligt sind. Im Mittelpunkt stehen Tests der Kommunikationssysteme sowie von Verteidigungsabläufen unter nationalen und Bündnisbedingungen. Es wird ausschließlich Platzmunition verschossen – scharfe Munition kommt nicht zum Einsatz.
Das verlassene JHQ erstreckt sich über 471 Hektar – eine Fläche, die etwa 660 Fußballfeldern entspricht – und bietet eine realistische städtische Übungsumgebung. Die abgelegene Lage und die verfallene Infrastruktur machen den Standort ideal für die Simulation komplexer Szenarien. Seit der Schließung der Einrichtung im Jahr 2013 dient das Gelände Militärmanövern, Polizeieinsatzübungen und Katastrophenschulungen.
Darüber hinaus ist das Areal seit über 40 Jahren Austragungsort des Internationalen Militärwettkampfs Mönchengladbach. Obwohl das Gelände für die Öffentlichkeit gesperrt bleibt, tragen gelegentliche Übungen wie diese dazu bei, seine operative Bedeutung zu erhalten.
Die Übung läuft sieben Tage lang; mit Lärm ist zu rechnen, doch für die umliegenden Gemeinden besteht keine Bedrohung. Die Bundeswehr nutzt die ehemalige NATO-Liegenschaft weiterhin für strategische Ausbildungszwecke und hält den Standort so trotz seiner Aufgabe aktiv. In den kommenden Tagen könnten weitere Updates zum Fortschritt der Übung folgen.