Bielefeld eröffnet neues Jugendjustizzentrum gegen Jugendkriminalität
Susanne BachmannBielefeld eröffnet neues Jugendjustizzentrum gegen Jugendkriminalität
In Bielefeld hat ein neues Jugendjustizzentrum seine Türen geöffnet – die achte Einrichtung dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Unter einem Dach vereint das Zentrum Staatsanwaltschaft, Polizei und Jugendhilfe, um gemeinsam gegen Jugendkriminalität vorzugehen. Ziel ist es, früh einzugreifen: Junge Straftäter sollen die rechtlichen Konsequenzen ihres Handelns begreifen und gleichzeitig individuelle Unterstützung erhalten.
Das Konzept der Jugendjustizzentren entstand 2009 in Köln, 2012 folgte Paderborn. Das Zentrum dort begleitet jährlich rund 50 junge Menschen. Bielefeld übernimmt nun diesen Ansatz und setzt auf enge Zusammenarbeit zwischen Behörden und Sozialdiensten.
Statt abzuwarten, bis Straftaten eskalieren, werden hier gefährdete Jugendliche frühzeitig identifiziert und gezielt gefördert. Fachkräfte begleiten die Fälle persönlich, während Präventionsprogramme die jungen Menschen davon abhalten sollen, weiter in die Kriminalität abzurutschen. Das Modell hat sich in anderen Städten bewährt, auch wenn konkrete Zahlen zur Kriminalitätsvermeidung noch ausstehen.
Ein neuntes Zentrum in Duisburg ist bereits in Planung – ein Zeichen dafür, dass die Region den Ansatz weiter ausbauen will. Der Standort in Bielefeld, in der Nähe des Hauptbahnhofs, sorgt für eine gute Erreichbarkeit – sowohl für die Jugendlichen als auch für die unterstützenden Dienste.
Das Bielefelder Jugendjustizzentrum wird künftig als zentrale Anlaufstelle für die Bekämpfung von Jugendkriminalität fungieren. Durch die Verknüpfung von rechtlicher Verantwortung und sozialer Betreuung soll die Rückfallquote gesenkt werden. Mit dem geplanten Zentrum in Duisburg wird das Programm bald auch in weiteren Teilen Nordrhein-Westfalens Fuß fassen.






