30 March 2026, 14:38

Berliner Tafeln kämpfen mit Rekordnachfrage – wie Freiwillige helfen

Orange Schübe mit Lebensmitteln wie Flaschen, Dosen und Kisten, mit Texttafeln und einem Blick durch Glasfenster auf Fahrzeuge, Bäume, Gebäude und Himmel.

Berliner Tafeln kämpfen mit Rekordnachfrage – wie Freiwillige helfen

Freiwillige in Berlin verstärken Engagement für die Tafeln der Stadt

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Anne, Uschi und Marianne waren kürzlich in einem Neuköllner Supermarkt zu sehen, wo sie im Rahmen der Osterkampagne der Tafel Spenden sammelten. Die Aktion ruft Kundinnen und Kunden dazu auf, beim Einkauf ein zusätzliches Produkt mitzunehmen und es für Bedürftige zurückzulassen.

Die Berliner Tafel unterhält 48 Ausgabestellen in der gesamten Stadt. Monatlich verteilt sie rund 660 Tonnen Lebensmittel an Obdachlosenunterkünfte, Suppenküchen und Familien. Seit der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine hat sich die Nachfrage fast verdoppelt – aktuell sind etwa 94.000 Menschen auf die Unterstützung angewiesen.

Die diesjährige Osterkampagne läuft noch bis zum 4. April 2026 und wird von 15 Filialen von Edeka, Rewe und Kaufland unterstützt. Einkaufende werden gebeten, ein Extra-Produkt – etwa Kaffee oder Schokolade – mitzunehmen und an der Kasse zu spenden. Die Aktion "Noch eins!" hilft der Tafel, besonders begehrte Waren für ihre Hilfsempfänger zu sichern.

Hinter den Kulissen betreibt die Organisation ein Logistikzentrum und eine Flotte von 25 kleinen Lieferfahrzeugen. Freiwillige wie die 33-jährige Anne, die im KaDeWe arbeitet und jeden Donnerstag ihre Zeit spendet, halten den Betrieb am Laufen. Uschi, 76, engagiert sich seit 14 Jahren an der Ausgabestelle in der Magdalenenkirche.

Ziel der Kampagne ist es, die Lebensmittelvorräte in einer Zeit steigender Nachfrage aufzustocken. Die Spenden aus den teilnehmenden Supermärkten kommen direkt dem Berliner Tafel-Netzwerk zugute. Der Erfolg hängt dabei sowohl von der Großzügigkeit der Kundschaft als auch vom Einsatz langjähriger Freiwilliger ab.

Quelle