24 June 2026, 20:22

Bergisch Gladbach kürzt Haushalt um 3,8 Millionen Euro – doch wer trifft es?

Wo und mit wem die Stadt Bergisch Gladbach spart

Bergisch Gladbach kürzt Haushalt um 3,8 Millionen Euro – doch wer trifft es?

Bergisch Gladbach beschließt Haushaltskürzungen in Höhe von 3,8 Millionen Euro

Die Stadt Bergisch Gladbach hat Sparmaßnahmen in Höhe von insgesamt 3,8 Millionen Euro verabschiedet, um den finanziellen Druck zu bewältigen. Die Einsparungen übertreffen die ursprünglichen Ziele der Stadt für das Jahr 2026 und die folgenden Jahre. Bürgermeister Marcel Kreutz und Kämmerer Thore Eggert versicherten, dass essentielle Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger davon unberührt bleiben.

Die Kürzungen umfassen 1,3 Millionen Euro bei den Betriebskosten und 2,5 Millionen Euro im Personalbereich. Rund 100 Einsparungen wurden in verschiedenen Bereichen vorgenommen, darunter Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Digitalisierung, Versicherungen und Kultur. Auch die Flüchtlingshilfe, die Jugendkultur und die Feuerwehr sind von den Kürzungen betroffen.

Der Stadtrat lehnte die Schaffung von 12 neuen Stellen ab und strich sieben bestehende Positionen. Entlassungen wird es zwar nicht geben, doch freie Stellen werden erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten neu besetzt. Nicht genutzte Urlaubstage können künftig nicht mehr in das nächste Jahr übertragen werden, und die Personalausgaben werden auf dem Stand von 2026 eingefroren.

Schulen, die Straßeninstandhaltung und das Gelände der ehemaligen Zanders-Papierfabrik wurden auf Beschluss des Rates von den Kürzungen ausgenommen. Von den 98 Millionen Euro im Haushaltsetat sind bereits 42 Millionen Euro für geschützte Bereiche vorgesehen. Der Großteil der städtischen Ausgaben ist gesetzlich vorgegeben, sodass kaum Spielraum für freiwillige Anpassungen bleibt.

Die Einsparungen sollen eine Erhöhung der Grundsteuer vermeiden, dennoch bleibt das prognostizierte Haushaltsdefizit in diesem Jahr bei 49 Millionen Euro. Die Auswirkungen der Kürzungen werden schrittweise spürbar – einige Veränderungen zeigen sich bereits in diesem Jahr, tiefgreifendere Folgen sind jedoch erst später zu erwarten.

Die Maßnahmen senken die Kosten, ohne dass es zu unmittelbaren Stellenstreichungen kommt. Kerndienstleistungen bleiben unverändert aufrechterhalten, während nicht essentielle Bereiche die Kürzungen tragen. Künftige finanzielle Belastungen sollen durch interne Anpassungen an steigende Ausgaben bewältigt werden.

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