Bergisch Gladbach hisst Antirassismus-Flagge als klares Zeichen für Vielfalt
Katarzyna WirthBergisch Gladbach hisst Antirassismus-Flagge als klares Zeichen für Vielfalt
Über dem Rathaus von Bergisch Gladbach weht nun eine neue Flagge – ein deutliches Zeichen gegen Rassismus. Das von der Einwohnerin Julia Bannenberg gestaltete Design trägt die klare Botschaft: "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus!" Hinter der Initiative steht ein kürzlich gegründeter Verein, der sich für Demokratie und Vielfalt einsetzt.
Der Verein für Demokratie und Vielfalt Bergisch Gladbach wurde im Mai 2024 ins Leben gerufen. Den Anstoß gab die Aufdeckung des umstrittenen "Potsdamer Treffens", bei dem rechtsextreme Akteure laut Berichten über Abschiebepläne diskutiert haben sollen. Als Reaktion suchten lokale Aktivistinnen und Aktivisten nach einer sichtbaren Möglichkeit, solchen Ideologien eine Absage zu erteilen.
Die konzeptionelle Idee und das Design der Flagge stammen von Julia Bannenberg. Nach der Fertigstellung überreichte der Verein die erste offizielle Flagge an die Stadtspitze. Die stellvertretenden Bürgermeisterinnen Brigitta Opiela und Anna Maria Scheerer sowie der stellvertretende Bürgermeister Josef Willnecker nahmen sie im Rahmen einer öffentlichen Zeremonie entgegen.
Auch Bürgerinnen und Bürger können die Flagge nun zeigen: Der Verein gibt sie gegen eine Spende ab, weitere Informationen gibt es auf der Website www.gl-devi.de oder über die sozialen Medien des Vereins. Wie Opiela betont, sei der Kampf gegen Rassismus keine einmalige Geste, sondern eine lebenslange Aufgabe für jede und jeden Einzelnen.
Während Bergisch Gladbach diesen Schritt geht, gibt es bisher keine bestätigten Berichte, dass andere Städte in Nordrhein-Westfalen seit den Enthüllungen der Correctiv-Recherche zum Potsdamer Treffen ähnliche Antirassismus-Flaggen eingeführt hätten.
Die Flagge hängt nun gut sichtbar am Rathaus und setzt ein öffentliches Zeichen gegen Diskriminierung. Der Verein wirbt weiterhin um Unterstützung durch Spenden und Engagement. Auf der Website und den sozialen Kanälen finden Interessierte weitere Möglichkeiten, sich an der Kampagne zu beteiligen.






