17 June 2026, 18:48

ARD wagt mit Gaming-Netzwerk den Sprung in die digitale Spielewelt

ARD goes gaming: Rundfunkbeitrag finanziert Gaming-Offensive

ARD wagt mit Gaming-Netzwerk den Sprung in die digitale Spielewelt

Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten in Deutschland expandieren in den Bereich digitaler Spiele, um neue Zielgruppen zu erreichen. Die ARD hat mit dem „ARD Games Network“ eine Initiative gestartet, um ihre Präsenz in der Gaming-Branche auszubauen. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund, dass fast 50 Millionen Deutsche regelmäßig digitale Spiele nutzen – mit einer ausgewogenen Geschlechterverteilung und einem Durchschnittsalter von 38 Jahren.

Auf der Gamescom präsentierte die ARD ein Spiel für die Plattform Roblox. Das Netzwerk wird sich auf vier zentrale Bereiche konzentrieren: Strategie, Community, Kultur und Wachstum. Ziel ist es, jüngere Zuschauer zu erreichen, die mit klassischen Fernsehformaten weniger in Berührung kommen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

ARD-Intendant Kai Gniffke sieht in Gaming eine Chance, Vielfalt zu fördern und die Attraktivität des Senders zu steigern. Gleichzeitig muss die ARD nachweisen, dass ihre Gaming-Pläne mit dem öffentlich-rechtlichen Auftrag vereinbar sind. Der Erfolg soll anhand von Zugriffszahlen und Nutzerbindung gemessen werden.

Kritiker hinterfragen jedoch, ob die Entwicklung von Spielen zum Kernauftrag öffentlich-rechtlicher Sender gehört. So stand etwa das Spiel „Green Guardians“ des SWR in der Kritik, da es nur begrenzt erfolgreich war und möglicherweise nicht zum öffentlichen Bildungsauftrag passt.

Die ARD will mit dem Vorstoß neue Möglichkeiten innerhalb des rechtlichen Rahmens ausloten. Die Initiative zielt darauf ab, jüngere Zielgruppen anzusprechen und das Content-Angebot zu diversifizieren. Gleichzeitig müssen die öffentlich-rechtlichen Sender die anhaltende Debatte führen, inwieweit solche Projekte mit ihrem Auftrag vereinbar sind.

Quelle