Antimilitaristische Proteste eskalieren in Köln und Bonn mit Polizeieinsätzen
Susanne BachmannAntimilitaristische Proteste eskalieren in Köln und Bonn mit Polizeieinsätzen
In dieser Woche haben sich in Köln und Bonn eine Reihe von Protesten im Rahmen antimilitaristischer Kundgebungen ereignet. Die Aktionen richteten sich gegen Standorte der Rüstungsindustrie sowie politische Einrichtungen und führten zu Polizeieinsätzen. Die Behörden melden mehrere Vorfälle mit Hausfriedensbruch, Straßenblockaden und Widerstand gegen Räumungen.
Am 29. August drangen etwa 20 Personen gewaltsam in die SPD-Parteizentrale in der Kölner Magnusstraße ein. Da sie sich weigerten, das Gebäude zu verlassen, wurde Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet. Die Polizei beendete die Besetzung kurz darauf.
In Bonn-Beuel meldete die Rheinmetall AG eine Gruppe von 30 bis 40 teilweise vermummtem Demonstranten vor ihrer Niederlassung an der Pützchens Chaussee. Die Polizei griff ein, woraufhin sich die Gruppe später in einen Regionalzug in Richtung Köln begab.
Eine größere Versammlung von über 200 vermummten Protestierenden versuchte, das Industriegelände von Deutz AG in der Dillenburger Straße zu betreten. Die Polizei löste die Menschenansammlung auf, räumte die Straßenblockade und führte Personenkontrollen durch. Drei Demonstranten wurden vorübergehend festgenommen, weil sie sich der Räumung des Geländes widersetzten.
Zu allen Vorfällen wurden Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Versammlungsrecht eingeleitet. Die Proteste sind Teil der anhaltenden antimilitaristischen Aktionen in der Region. Die Debatte über die Rüstungsproduktion bleibt ein zentrales Thema der Demonstrationen.
